Militärangehörige, darunter 100 Lastwagenfahrer, helfen, die Nachschubschwierigkeiten an Tankstellen in den Griff zu bekommen. Symbolbild.Foto: Darren Staples/Getty Images

Benzinkrise: Britische Soldaten fahren jetzt Tanklastwagen

Epoch Times4. Oktober 2021 Aktualisiert: 4. Oktober 2021 10:43
Mangel an Lastwagenfahrern: Der vorhandene Kraftstoff in Großbritannien konnte zuletzt nicht zu den Tankstellen gebracht werden, zahlreiche Zapfsäulen blieben leer. Nun muss die Armee ran.

In Großbritannien ist von heute an das Militär bei der Bewältigung der Kraftstoffkrise im Einsatz. Etwa 200 Armeeangehörige helfen dabei, Benzin und Diesel an Tankstellen zu transportieren.

Schwerpunkte der „Operation Escalin“ sind London und Südostengland, wie ein Regierungssprecher sagte. Dort stabilisiere sich die Lage nicht so rasch wie in anderen Gebieten.

Die Soldaten wurden von einer auf Kraftstofflogistik spezialisierten Firma in der Grafschaft Essex geschult. „Wir arbeiten eng mit der Branche zusammen, um Kraftstoffvorräte zu erhöhen“, sagte der Regierungssprecher. „Es gibt Anzeichen für eine Verbesserung der durchschnittlichen Tankstellenvorräte im Vereinigten Königreich, während sich die Nachfrage weiter stabilisiert.“

Nach Angaben des Branchenverbands Petrol Retailers Association gibt es in weiten Teilen von Nord- und Mittelengland sowie in Schottland keine Nachschubprobleme mehr. In London und Südostengland war aber noch immer gut jede fünfte Tankstelle (22 Prozent) ohne Kraftstoff, außerdem gab es in vielen entweder nur Benzin oder Diesel. Premierminister Boris Johnson hatte den Militäreinsatz am Sonntag eine Vorsichtsmaßnahme genannt.

Großbritannien leidet wie viele andere Länder und auch Deutschland unter eklatanten Mangel an Lastwagenfahrern. Allerdings haben schärfere Einwanderungsregeln nach dem Brexit die Lage im Vereinigten Königreich verschärft. Unter dem Eindruck leerer Zapfsäulen und langer Schlangen vor Tankstellen legte die Regierung eine Kehrtwende hin und genehmigte Arbeitsvisa für bis zu 5000 ausländische Fahrer, die bis Ende Februar gelten sollen. (dpa/dl)



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