Arbeiter montieren BMW I3 Elektroautos am Montageband im BMW Werk am 20. Mai 2019 in Leipzig, Deutschland.Foto: Sean Gallup/Getty Images

BMW-Werke in Leipzig und Regensburg stoppen wegen Chipmangel Produktion

Epoch Times25. Juli 2021 Aktualisiert: 25. Juli 2021 13:25

Wegen fehlender Halbleiterchips muss das BMW-Werk in Regensburg einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche die Produktion einstellen. „Wir produzieren nächste Woche nicht“, sagte eine Sprecherin des Autokonzerns der „Automobilwoche“. Alle Schichten würden dann ausfallen. Danach gehe der Standort dann ohnehin in die geplante Sommerpause, die in Regensburg in diesem Jahr nur eine Woche dauert.

Zuvor hatte bereits das Werk Leipzig die Produktion gestoppt. Dort fielen in dieser Woche vier von fünf Produktionstagen aus. In der kommenden Woche geht der Standort dann ebenfalls in die Sommerpause.

BMW hatte dem Bericht zufolge zuvor bestätigt, dass es derzeit an mehreren Standorten zu Engpässen wegen fehlender Halbleiter komme. Betroffen sind neben den Werken in Leipzig und Regensburg auch Dingolfing, Oxford und die Auftragsfertiger Magna Steyr in Österreich und VDL Nedcar in den Niederlanden. Details zu den einzelnen Standorten nannte der Konzern nicht.

Intel rechnet noch bis 2023 mit Mangel an Halbleitern

Der US-Chiphersteller Intel rechnet angesichts der derzeit immensen Nachfrage noch bis 2023 mit einem Mangel an Halbleitern. Die Nachfrage nach zusätzlichen Computern und Tablets sei in der Pandemie enorm gestiegen, vor allem seitens schulischer Einrichtungen und von Privatpersonen, sagte Firmenchef Pat Gelsinger am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz. Grund sei die Arbeit von zu Hause aus.

Zugleich sei die Nachfrage nach Chips etwa für die Bereiche Künstliche Intelligenz, die 5G-Technologie und autonomes Fahren ungebremst, fuhr Gelsinger fort. Das alles belaste die Lieferkette enorm. Es dürfte „ein bis zwei Jahre dauern“, bis der Sektor tatsächlich in der Lage sein werde, umfassend auf die Nachfrage zu reagieren.

Der Chipmangel belastet derzeit eine Reihe von Wirtschaftsbereichen, auch die deutsche Autoindustrie. Hersteller weltweit mussten deshalb zwischendurch die Produktion einiger Modelle stoppen. Schon im März hatte Intel den Bau zwei neuer Fabriken im US-Bundesstaat Staat Arizona angekündigt, um die eigene Produktion steigern zu können. (afp)

 



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