Lockdown in Deutschland.Foto: Maja Hitij / Getty Images

DEHOGA-Vorstandsmitglied kritisiert Staatshilfen

Epoch Times16. Januar 2021 Aktualisiert: 16. Januar 2021 8:41

Der Chef der Block Gruppe und Betreiber des Hotels Grand Elysée in Hamburg, Stephan von Bülow, kritisiert die Art der Staatshilfen und spricht von großer Frustration.

„Erst werden Hilfen versprochen und dann im Nachhinein hohe Hürden gesetzt“, sagte von Bülow der „Welt“ (Samstagausgabe). Der Manager ist zugleich Vorstandsmitglied des Branchenverbands Dehoga.

Derzeit sei noch nicht absehbar, ob sein eigenes Unternehmen die Novemberhilfen der Bundesregierung erhalten werde. „Für uns sind die Kriterien eindeutig. Wir haben Verluste erwirtschaftet, und wir benötigen die Hilfen“, sagte von Bülow.

Doch nun komme es auf die Art der Berechnung an. Im Detail geht es um die Höhe weiterer Geschäftsaktivitäten der Block Gruppe neben der Hotellerie und Gastronomie mit ihren 54 Steakhäusern. Unternehmenschef von Bülow hofft auf Unterstützung in einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Von Bülow: „Von 15 Milliarden nur eine Milliarde Euro an Hilfsgeldern geflossen“

„Von den zugesagten 15 Milliarden Euro ist bislang gerade einmal eine Milliarde Euro an Hilfsgeldern geflossen“, beklagte der Manager. Das Unternehmen hat vor einigen Monaten bereits Klage vor dem Verwaltungsgericht in Hamburg eingereicht. „Die Klage auf Entschädigung für entstandene Verluste zieht sich hin“, sagte von Bülow zum Stand der Dinge.

Es gehe dabei um die Verhältnismäßigkeit der Verordnung für die Schließungen. „Wir sehen darin einen Eingriff in die Grundrechte des Eigentums“, sagte der Manager der „Welt“. Die Belastung durch die Coronakrise müsse von allen getragen werden und nicht nur von den Betrieben. „Für viele Hotels und Restaurants geht es um das nackte Überleben“, sagte der Hotelier.

Jeder vierte Unternehmer erwäge eine Schließung. „Es wird ein ganz stilles Sterben von Betrieben in der Gastronomie und Hotellerie geben“, sagte von Bülow. Im eigenen Hotel Grand Elysée sei die Lage dramatisch.

„Zimmerbelegung im niedrigen einstelligen Prozentbereich“

„Wir haben derzeit eine Zimmerbelegung im niedrigen einstelligen Prozentbereich“, sagte von Bülow. Nötig für eine wirtschaftliche Arbeit seien jedoch 45 Prozent. Der Verlust der Block Gruppe für 2020 liege im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und stamme überproportional aus dem Hotelbetrieb. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion