Bankenkomplex in Deutschland.Foto: iStock

EU-Abwicklungsfonds: Deutsche Banken zahlen 2019 knapp zwei Milliarden Euro

Epoch Times20. Oktober 2020 Aktualisiert: 20. Oktober 2020 13:16

Deutsche Banken haben 2019 Pflichtbeiträge von knapp zwei Milliarden Euro in den EU-Abwicklungsfonds eingezahlt. Die insgesamt 1.469 beitragspflichtigen deutschen Institute hätten damit rund 25 Prozent der von ihnen geforderten Gesamtsumme geleistet, heißt es in einer am Dienstag (20. Oktober) veröffentlichten Antwort des Einheitlichen Abwicklungsausschusses auf eine Frage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler.

Der Fonds ist Teil des Einheitlichen europäischen Bankenabwicklungsmechanismus (SRM) und wird vom Bankensektor finanziert. Er soll sicherstellen, dass die Kosten für Steuerzahler bei der Abwicklung von ausfallenden Banken möglichst gering ausfallen. Europaweit 3186 Finanzinstitute zahlen jeweils einen jährlichen Beitrag, der im Voraus vom Einheitlichen Abwicklungsausschuss (SRB) auf Grundlage eines Risikoprofils festgelegt wird.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, soll der Aufbau des Fonds bis 2023 schrittweise erfolgen. Seit 2015 wurden laut Pressemitteilung des Bundestags den Banken insgesamt 32,8 Milliarden Euro in Rechnung gestellt; davon deutschen und französischen Instituten mit jeweils rund neun Milliarden Euro die höchsten Beträge. Spanischen Instituten wurden rund 3,5 Milliarden Euro, italienischen 3,2 Milliarden Euro in Rechnung gestellt. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion