DGB-Chef: Regierung muss Leiharbeit begrenzen

Epoch Times30. November 2014 Aktualisiert: 30. November 2014 23:55
BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Einsatz von Leiharbeitern in Betrieben zu begrenzen. "Der massive Missbrauch von Leiharbeit muss eingedämmt werden…

BERLIN (dpa-AFX) – Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Einsatz von Leiharbeitern in Betrieben zu begrenzen. „Der massive Missbrauch von Leiharbeit muss eingedämmt werden“, forderte er im „Tagesspiegel am Sonntag“. Wenn ein Unternehmen Leiharbeiter einsetze, um Auftragsspitzen abzufedern, habe er nichts dagegen. „Aber wenn Leiharbeit zum Lohndumping genutzt wird, wehren wir uns. Wenn Betriebe 20 Prozent Leiharbeiter oder mehr beschäftigen, stimmt etwas nicht. Wir erwarten, dass der Gesetzgeber das deckelt.“

Außerdem sprach sich der DGB-Chef für ein „neues Humanisierungsprogramm in der Arbeitswelt“ aus. „Wir müssen Arbeit wieder so gestalten, dass Arbeitnehmer länger gesund durchs Berufsleben kommen.“ In den 70er Jahren sei es darum gegangen, Belastungen durch Lärm, Last und Staub zu reduzieren. „Heute gibt es andere Belastungsfaktoren. Arbeitszeiten sind zu starr, Wissen veraltet schneller, wir müssen Belastungen durch Stress verringern“, sagte Hoffmann. Von der Bundesregierung erwarte er, dass sie arbeitswissenschaftliche Forschungs- und Aktionsprogramme auflege. „Kleine und mittlere Betriebe bekommen so einen Wandel nicht alleine gestemmt, sie brauchen Hilfe.“



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion