Eine Person legt in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm im Kassenbereich ein Produkt in einen Einkaufskorb.Foto: Uli Deck/dpa/dpa

dm Drogeriemarkt reagiert auf verändertes Kundenverhalten

Epoch Times12. November 2020 Aktualisiert: 13. November 2020 9:59
Viele Menschen kaufen in der Coronavirus-Pandemie anders ein. Das merkt auch das Drogeriemarktunternehmen dm und reagiert. Konsequenzen für das Filialnetz sind möglich.

Seltenere aber umfangreichere Einkäufe, weniger in der Stadt und an Bahnhöfen, mehr in Fachmarktzentren. Auch das Drogeriemarktunternehmen dm spürt die Veränderungen im Einkaufsverhalten vieler Menschen während der Coronavirus-Pandemie.

Ob Konsequenzen für das Filialnetz folgen, sei offen, sagte dm-Chef Christoph Werner am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahreszahlen in Karlsruhe. Der Bedarf der Kunden ließe sich „künftig womöglich grundsätzlich auch mit weniger stationären Filialen decken“.

In den Innenstädten, in Einkaufszentren und an Bahnhöfen sei die Kundenzahl geringer als vor der Pandemie. „Das macht sich deutlich bemerkbar.“ Corona sei Beschleuniger eines Trends, den es bereits zuvor gegeben habe. Klar sei: „Man muss dort sein, wo die Kunden sind.“ Das Unternehmen habe mit einer Ausweitung des Online-Geschäfts und des Express-Abholservices auf die Pandemie reagiert.

dm wuchs auch während der Corona-Pandemie

Der Branchenprimus der deutschen Drogeriemärkte mit Sitz in Karlsruhe wuchs auch in der Coronazeit weiter. Allerdings war der Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr 2019/20 (30. September) mit 2,9 Prozent auf 11,52 Milliarden Euro deutlich geringer als im Vorjahr (4,6 Prozent). Das Wachstum im Ausland war mit 5,3 Prozent stärker als in Deutschland mit 2,1 Prozent. Ohne Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung hätte der Bruttoumsatz in Deutschland um rund 3,0 Prozent zugelegt, sagte Werner. Angaben zum Gewinn macht dm nicht. Das Unternehmen schreibe schwarze Zahlen und investiere weiter, betonte Werner.

Die Zahl der Filialen in Deutschland wuchs um 27 auf 2.024. Insgesamt sind es in Europa 3.765 Filialen, 97 mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigt gut 62.600 Menschen, ein Plus von mehr als 500 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland sank um etwas mehr als 200 auf 40.436.

Standortverlagerungen möglich

Werner kündigte auch für das nächste Jahr weiteres Wachstum und mehr Filialen an. Dabei könne es zu Standortverlagerungen kommen. Das Unternehmen sei mit seinen Geschäften immer Mieter und könne daher flexibel reagieren. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion