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Mit Sondereffekt: Verkauf von Innomotics

Dritter Rekordgewinn in Folge bei Siemens

Während die deutsche Wirtschaft in der Krise steckt, feiert der Münchner Konzern schon das dritte Rekordjahr in Folge. Und baut sich wieder einmal um.

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Siemens hat unter Konzernchef Roland Busch das dritte Jahr in Folge mit einem Rekordgewinn beendet.

Foto: Michael Matthey/dpa

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Lesedauer: 3 Min.

Siemens reiht trotz aller Krisen Rekordgewinn an Rekordgewinn. Unter dem Strich verdiente der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,4 Milliarden Euro, wie er in München mitteilte. Das sind 16 Prozent mehr als vor einem Jahr.
„Trotz herausfordernder globaler Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen seinen profitablen Wachstumskurs fortsetzen und die Prognose erfüllen“, erklärte Siemens.
Konzernchef Roland Busch sprach angesichts der Zahlen von einem Meilenstein: „Zum dritten Mal in Folge haben wir einen Rekord beim Gewinn nach Steuern erzielt und sind sowohl bei Auftragseingang als auch bei den Umsatzerlösen im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen.“ Siemens sei „stärker denn je“.
Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 78,9 Milliarden Euro und lag damit im mittleren Bereich des erwarteten Wachstums von drei bis sieben Prozent. Für das kommende Jahr hob der Konzern seine Umsatzwachstumsprognose auf sechs bis neun Prozent.

Sondereffekt: Verkauf von Innomotics

Den Gewinnsprung verdankt Siemens einerseits einem milliardenschweren Sondereffekt aus dem Verkauf von Innomotics, der schon im ersten Quartal wirksam geworden war, andererseits einem brummenden Geschäft in der Sparte Smart Infrastructure.
Zudem erholt sich das zuletzt schwächelnde Geschäft von Digital Industries mit der Automatisierungstechnik und konnte im vierten Quartal des Geschäftsjahres leicht zulegen.
Auch die Tochter Siemens Healthineers trug zum Gewinn bei. Hier will sich Siemens von seiner Mehrheit trennen.
Wie der Konzern am Mittwochabend mitteilte, will er Aktien im aktuellen Wert von rund 15 Milliarden Euro an seine Aktionäre abgeben, um den Anteil an Healthineers von derzeit 67 Prozent um 30 Prozentpunkte zu senken.
Details dazu sind allerdings noch nicht bekannt. Siemens verspricht sich davon „reduzierte Komplexität“ sowie „einen höheren Anteil am schnell wachsenden digitalen Geschäft“.

Nächster Umbau steht an

Und es ist nicht der einzige Umbau: Zusammen mit seinen Jahreszahlen stellte Siemens sein Projekt One Tech Company vor, mit dem der Konzern schneller wachsen will. Unter anderem soll der Umsatz im Digitalgeschäft bis 2030 verdoppelt werden.
„Das Unternehmen sieht erhebliches Potenzial in dem weiteren Ausbau seines Digitalgeschäfts“, erklärte Siemens. Die Grundidee ist, das Konzernportfolio von Industrien, Infrastruktur und Verkehr stärker mit Softwareentwicklung, Hardwareherstellung und digitalen Dienstleistungen zu verknüpfen. Eine große Rolle dabei soll Künstliche Intelligenz spielen.
Zudem plant Siemens seine Position in Wachstumsregionen auszubauen – konkret mit erhöhten Investitionen in den USA, China und Indien -und in den kommenden drei Jahren 1 Milliarde Euro in seine KI-Angebote investieren. (dpa/afp/red)

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