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Energiewende: Ausbau der Stromnetze kommt nur langsam voran

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Die Energiewende ist eine Herausforderung für die Stabilität der Stromnetze.

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Der Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende kommt nur langsam voran – es müssen noch Tausende Kilometer Leitungen neu gebaut oder umgebaut werden. Allerdings sieht die Bundesnetzagentur Fortschritte vor allem in den Genehmigungsverfahren.
Auch angesichts von Protesten gegen den Bau neuer Stromtrassen sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, allerdings zugleich, die Energiewende werde nur als „Gemeinschaftswerk“ gelingen.
„Die ohnehin schon großen Erwartungen an die Energiewende – sicher, bezahlbar, klima- und umweltfreundlich – werden im politischen Alltag überlagert durch eine Fülle von regionalen und sektoralen Sonderwünschen“, sagte Homann der Deutschen Presse-Agentur.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur befinden sich von den knapp 7700 Kilometern zu realisierenden Stromtrassen, von denen ein Großteil auch verstärkt und optimiert werde, 1700 Kilometer im Raumordnungs- oder Bundesfachplanungsverfahren. Rund 3100 Kilometer sind demnach vor dem oder im Planfeststellungsverfahren.

Rund 200 km in einem Jahr fertiggestellt

Weitere 800 Kilometer sind genehmigt, vor dem oder im Bau. Rund 1300 Kilometer Stromtrasse seien fertiggestellt – nach Angaben von vor einem Jahr waren es damals 1100 Kilometer. Etwa 800 Kilometer befänden sich noch vor einem Genehmigungsverfahren.
Bei der Energiewende sollen Energiequellen wie Kohle, Gas und Atomkraft von umweltfreundlicheren Energieträgern aus Sonne und Wind ersetzt werden. Bis 2022 soll das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet sein, bis spätestens 2038 ist außerdem der Kohleausstieg geplant. Der Ökostrom-Anteil am Stromverbrauch soll bis 2030 deutlich steigen.
Gegen die neuen Stromtrassen haben sich zahlreiche Bürgerinitiativen formiert. Sie wollen keine „Riesentrassen“, es gibt Angst vor möglichen Strahlungen, Streit um Standorte etwa von Umspannwerken. Dazu kommen Klagen und lange Gerichtsverfahren. (dpa/nh)

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