Bundesbank gegen Abschaffung der 500-Euro-Note: „Die Freiheit stirbt scheibchenweise“

Epoch Times4. März 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 20:34
Die Bundesbank stemmt sich gegen die EZB-Pläne den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Dass sich dadurch der Terror bekämpfen ließe, bezweifelt der Bundesbank-Vorstand. Eher sieht er dadurch ein "scheibchenweises Sterben" der Freiheit.

Die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) den 500 Euroschein abzuschaffen stoßen auf Widerstand. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele äußerte Zweifel, dass sich damit die Terrorismus-Finanzierung wirksam bekämpfen lasse, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Es müsse die Frage gestellt werden, welches Staatsverständnis hinter solchen Vorschlägen stecke. "Die Bürger sollten nicht unter Generalverdacht gestellt werden", so Thiele.

Unterdessen bereite die EZB schon die technische Vorbereitungen für eine Abschaffung des 500-Euro-Scheins vor, berichtet "Reuters" weiter.

Die Bundesbank stellte sich schon einmal gegen ein Vorhaben der EZB. Die seit Monaten laufenden großen Anleihen-Kaufprogramm der Zentralbank zur Unterstützung der Konjunktur, sieht der Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sehr kritisch.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble spricht sich hingegen dafür aus den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Darüber hinaus plädierte er auch dafür, Bargeldgeschäfte in Deutschland auf maximal 5000 Euro zu begrenzen. Dazu meinte der Bundesbank-Vorstand, dass bei solch grundlegenden Änderungen die Risiken und Nebenwirkungen beachtet werden müssten. "Und sich vor Augen halten, dass die Freiheit scheibchenweise stirbt," warnt Thiele laut "Reuters". 

Andere EU-Länder haben die umstrittenen Bargeldlimits bereits eingeführt. In Italien liegt die  Bargeldgrenze bei 3000 Euro, in Frankreich sogar nur bei 1000 Euro. (so) 

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