World Government Summit: IWF-Chefin Lagarde warnt vor drohendem „Sturm“ in der Weltwirtschaft

Von 12. Februar 2019 Aktualisiert: 12. Februar 2019 9:42
Im Rahmen des "Welt-Regierungstreffens" in Dubai hat IWF-Präsidentin Christine Lagarde vier wesentliche Unsicherheitsfaktoren identifiziert, die im weiteren Verlaufe des Jahres gravierende Folgen für die Weltwirtschaft haben könnten.

Nicht nur Deutschlands Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sah sich jüngst veranlasst, seine Prognose hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung 2018 im eigenen Land nach unten zu korrigieren. Wie die indische „Economic Times“ berichtet, hat auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Vorjahreszahlen für das zu erwartende globale Wachstum von 3,7 auf 3,5 Prozent korrigiert.

Zudem warnte die Präsidentin der Finanzinstitution, Christine Lagarde, vor „vier Wolken“, die als Hauptfaktoren die globale Wirtschaftsentwicklung eintrübten und die sich zu einem „Sturm“ zusammenballen könnten. Die Regierungen der Welt sollten sich auf eine solche Möglichkeit einstellen und vorbereiten.

Am Sonntag war Lagarde zu Gast in Dubai, wo der „Welt-Regierungsgipfel“ stattfand. „Unterm Strich sehen wir eine Wirtschaft, die langsamer wächst als wir erwartet hätten“, begründete Lagarde die bereits im Vormonat getroffene Entscheidung, die Wachstumsprognose zu senken.

Mit den „vier Wolken“, die sich zu einem Sturm zusammenbrauen und als wesentliche Faktoren das Wachstum unterminieren könnten, meinte Lagarde: anhaltende und möglicherweise eskalierende Handels- oder Zollkonflikte, finanzielle Kontraktionen, die Unsicherheiten bezüglich des Brexits und seiner Auswirkungen und eine verstärkte Eintrübung der Wirtschaft in der Volksrepublik China.

Lagarde erklärte, die Handelskonflikte – insbesondere die Zollstreitigkeiten zwischen den USA und der Volksrepublik China als den beiden weltgrößten Volkswirtschaften – hätten bereits jetzt globale Auswirkungen. Vor protektionistischen Maßnahmen warnend, meinte die IWF-Präsidentin:

Wir haben keine Ahnung darüber, wie sich das auswirken wird, wir wissen nur, dass das Ganze jetzt schon erste Wirkungen auf den Handel, auf die Zuversicht der Marktteilnehmer und auf die Märkte selbst ausübt.“

Zinserhöhungen und Schuldenpolitik hält Lagarde in dieser Lage für gefährlich: Im Kontext einer „hohen Schuldenlast“ auf Regierungen, Unternehmen und Haushalten bergen höhere Darlehenskosten zusätzliche Risiken.

„Wenn es zu viele Wolken gibt, reicht ein Blitzschlag, um den Sturm auszulösen“, warnt Lagarde.

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