Bürgerbewegung: Bei Finanzkriminalität geht es nicht mehr „um kleine Fische“

Epoch Times24. Dezember 2020 Aktualisiert: 24. Dezember 2020 13:12

Deutschland hat nach Ansicht der Bürgerbewegung „Finanzwende“ mittlerweile ein „massives Problem mit Finanzkriminalität“. Während Fälle früher als „kleine Fische“ hätten abgetan werden können, habe das Jahr 2020 gezeigt, dass auch ein gesamter Dax-Konzern „in die Kontrolle von Kriminellen gelangen kann“, sagte Finanzwende-Vorstand Gerhard Schick der Nachrichtenagentur AFP. Er bezog sich damit auf den Bilanzskandal beim Zahlungsdienstleister Wirecard.

Das Unternehmen hatte Ende Juni Insolvenz angemeldet. Wirecard soll jahrelang seine Bilanzen gefälscht haben. Erst im Herbst 2018 hatte es das Unternehmen in den Dax geschafft und dort die traditionsreiche Commerzbank verdrängt.

Parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu Wirecard-Skandal

Mittlerweile befasst sich ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit dem Skandal. Geklärt werden sollen mögliche Versäumnisse im Umgang der Bundesregierung und ihrer Behörden mit den Vorkommnissen. Im Fokus stehen die deutsche Finanz-, Geldwäsche- und Steueraufsicht und insbesondere die Bundesanstalt Bafin.

Der Milliardenschaden für zehntausende Wirecard-Anleger zeige nun die „ökonomischen Kosten von Finanzkriminalität“, sagte Schick. Der Skandal stehe aber auch dafür, dass der Finanzstandort Deutschland mittlerweile mit der „Unfähigkeit der deutschen Behörden assoziiert wird, Finanzkriminalität zu bekämpfen“.

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sollen sich von ihrem Beratungsgeschäft trennen

Nötig seien nun Konsequenzen aus dem Skandal, forderte der Finanzwende-Chef. Noch vor der Bundestagswahl müsse eine grundlegende Reform der Finanzaufsicht und der Wirtschaftsprüfung durchgesetzt werden, sagte er AFP.

So müssten eine neue Führung der Finanzaufsicht und weitere Mitarbeiter her, außerdem müssten sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften von ihrem Beratungsgeschäft trennen. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Wirtschaftskrisen können geschaffen und genutzt werden, um Aufstände und Revolutionen zu fördern. Sozialistische Bewegungen werden in Krisenzeiten leicht als „Retter“ angesehen.

Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre war der kritische Augenblick, in dem Europa und die Vereinigten Staaten den Weg zu „Big Government“ (ein übermäßig großer Verwaltungsapparat) und dem heutzutage weit verbreiteten Interventionismus einschlugen. Die Finanzkrise im Jahr 2008 wirkte sich ebenfalls günstig für die Ausweitung einer linksgerichteten Politik aus.

Sozialistische Ideen gelten leicht als „Rettungsweg“ aus der Krise, wenn Politiker verzweifelt nach Lösungen suchen. Doch dies bedeutet, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen.

Genau darum geht es im 9. Kapitel des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“, es trägt den Titel: „Die kommunistische Wohlstandsfalle“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion