Flughafen in München.Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)

Forscher des Ifo-Instituts befürchten langfristige Schäden für Wirtschaft durch Corona-Pandemie

Epoch Times12. November 2020 Aktualisiert: 12. November 2020 13:36

Das Münchner Ifo-Institut hat vor bleibenden Schäden für die Wirtschaft durch die Corona-Krise gewarnt. Das Problem sei die Zurückhaltung bei den Investitionen, erklärte am Donnerstag (12. November) der stellvertretende Leiter der Ifo-Niederlassung Dresden, Joachim Ragnitz.

Die realen Ausrüstungsinvestitionen haben sich schon im Jahre 2019 äußerst schwach entwickelt. Den Konjunkturprognosen zufolge werden sie noch bis zum Jahr 2022 auf niedrigem Niveau verharren“, schrieb Ragnitz.

Dies könne dazu führen, dass nicht genügend neue Arbeitsplätze entstehen. Die pandemiebedingten Umsatz- und Gewinnausfälle nehmen Unternehmen demnach den Spielraum, notwendige Investitionen in das Sachkapital zu finanzieren.

Von den Banken gebe es in dieser Situation ebenfalls wenig Unterstützung. Deren Bereitschaft, Kredite zu gewähren, hänge davon ab, wie viel Eigenkapital der Kreditnehmer zur Verfügung hat.

Zudem sinke der Investitionsbedarf bei weiterhin nicht ausgelasteten Kapazitäten. Schließlich dämpfe die Unsicherheit über die Erholung nach der Corona-Krise die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Wenn aber weniger investiert werde, bremse dies nicht nur die Modernisierung des Produktionsapparats, sondern auch die Produktivitätsentwicklung und die Zahl neuer Arbeitsplätze.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage hatte am Mittwoch einen Einbruch der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr um 5,1 Prozent prognostiziert. Damit korrigierten sie ihre Vorhersage vom Frühsommer nach oben. Im Juni waren die Forscher noch von einem Rückgang um 6,4 Prozent ausgegangen. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion