Boris JohnsonFoto: über dts Nachrichtenagentur

Gas ist derzeit „überall auf der Welt“ knapp: Krisentreffen in Großbritannien

Epoch Times20. September 2021 Aktualisiert: 20. September 2021 16:34

In Großbritannien hat die Regierung wegen der stark gestiegenen Gaspreise am Montag ein Krisentreffen einberufen. Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng sprach mit Vertretern der Energiebranche und Verbraucherverbänden. Premier Boris Johnson erklärte bei einem Besuch in den USA, Gas sei derzeit „überall auf der Welt“ knapp – es handle sich aber um ein „kurzfristiges Problem“.

Die britische Regierung versuche, dieses Problem „so schnell wie möglich zu lösen“, versicherte Johnson. Sie werde sicherstellen, „dass wir das Angebot haben, das wir brauchen, und dass die Unternehmen, auf die wir uns verlassen, nicht pleitegehen“.

In Großbritannien ist der Einkaufspreis für Gas seit Beginn des Jahres um mehr als 200 Prozent gestiegen, im Großhandel explodierte der Preis seit August um 70 Prozent. Im Königreich waren in den vergangenen Jahren zahlreiche kleine Anbieter entstanden, die viele Kundinnen und Kunden von alteingesessenen Versorgern wie British Gas abwarben – sie sind nun in Schwierigkeiten, weil die Gaspreise für Verbraucherinnen und Verbraucher gedeckelt sind.

Fabriken wegen steigender Gaspreise geschlossen

Der Energieanbieter Green etwa habe „einfach nicht das Geld, um durch diese Krise zu kommen“, sagte Unternehmenschef Peter McGirr am Montag. Er forderte staatliche Unterstützung, „sonst ist es unwahrscheinlich, dass wir durch den Winter kommen“. Auch der Anbieter Bulb mit rund 1,7 Millionen Kunden warnte bereits davor, er werde den Winter nicht überstehen.

Ein Regierungssprecher versicherte, dass es genügend Erdgas gebe. Die Hälfte des jährlichen Angebots komme aus heimischer Produktion, die „große Mehrheit“ der Importe von verlässlichen Anbietern wie Norwegen. Großbritannien sei nicht abhängig von Russland.

Das US-Unternehmen CF Industries hat bereits in der vergangenen Woche wegen des gestiegenen Gaspreises zwei Düngemittelfabriken in Nordengland vorübergehend geschlossen. Bei der Herstellung fällt Kohlendioxid (CO2) an, CF Industries ist der größte Produzent in Großbritannien. Das CO2 fehlt jetzt in Schlachtbetrieben, wo es zu Betäubungszwecken eingesetzt wird, auch in der Kühlkette ist das Gas wichtig. Der britische Geflügelverband, der Tiefkühlkosthersteller Iceland oder der Logistikanbieter Ocado haben bereits vor Versorgungsproblemen zu Weihnachten gewarnt. (afp/dl)



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