Logo Epoch Times
Geschäftsklima trübt sich ein

Jeder fünfte Selbstständige sieht seine Existenz bedroht

19 Prozent der Selbstständigen befürchten, ihr Geschäft aufgeben zu müssen. Die Geschäftserwartungen brechen ein. 46 Prozent berichten von Auftragsmangel.

top-article-image

Dachdecker reparieren ein vom Sturm teilweise abgedecktes Dach eines Einfamilienhauses (Symbolbild).

Foto: Julian Stratenschulte/Archiv/dpa

author-image
Artikel teilen

Lesedauer: 1 Min.

Das Geschäftsklima bei Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen hat sich im Oktober erneut deutlich verschlechtert.
Der vom Ifo-Institut gemeinsam mit dem Online-Dienstleister Jimdo ermittelte Index sank von minus 19,8 auf minus 23,7 Punkte. „19 Prozent der Selbstständigen befürchten gegenwärtig, ihr Geschäft aufgeben zu müssen“, erklärte das Münchener Forschungsinstitut am Mittwoch.
Die Geschäftserwartungen sind demnach um 6,4 Punkte eingebrochen und liegen nun bei minus 30,7 Zählern. Auch die aktuelle Geschäftslage bewerteten die Selbstständigen unter dem Strich schlechter als im Vormonat.

Unsicherheit steigt

Etwas mehr Selbstständige gaben bei der Befragung an, ihre künftige Geschäftsentwicklung nur schwer einschätzen zu können. Diese Unsicherheit ist laut Ifo bei Selbstständigen deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft.
„Die größte Herausforderung für Selbstständige bleibt der anhaltende Auftragsmangel, der sich im Oktober wieder verschärft hat“, erklärte Jimdo. 46,6 Prozent der Befragten beklagten fehlende Aufträge. Auch hier sei der Unterschied zur Gesamtwirtschaft deutlich.
Das Ifo-Institut befragt zur Berechnung des Geschäftsklimaindexes monatlich Soloselbständige und Kleinstunternehmer mit weniger als neun Mitarbeitenden.
Dabei arbeiten die Münchener Ökonomen mit Jimdo sowie dem Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschlands zusammen. Der Index bildet alle Sektoren ab, der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor. (afp/red)

Kommentare

Noch keine Kommentare – schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel.