Journalisten bei Tageszeitungen stimmen für unbefristete Streiks
Journalisten, die gewerkschaftlich organisiert sind, fordern 4,5 Prozent mehr Geld - und stimmten für unbefristete Streiks.

Logo der Gewerkschaft "Verdi" in Magdeburg.
Foto: Jens Wolf/dpa
Im Tarifstreit bei den Tageszeitungen haben die gewerkschaftlich organisierten Journalisten mehrheitlich für unbefristete Streiks gestimmt. Verdi teilte am Dienstag mit, dass sich mehr als 89 Prozent der zur Abstimmung aufgerufenen Mitglieder der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (DJU) für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen hätten. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erklärte, die für eine Zustimmung erforderliche Quote von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen sei klar überschritten worden.
Die DJU fordert für die rund 13.000 angestellten und freien Tageszeitungsjournalisten 4,5 Prozent mehr Geld. In der sechsten Verhandlungsrunde schlugen die Gewerkschaften vor, die Gehälter in zwei Steigerungen über zwei Jahre um jeweils 2,8 Prozent anzuheben. Das Kompromissangebot war laut Verdi ebenfalls Gegenstand der Urabstimmung.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hatte zuletzt eine Gehaltserhöhung für Redakteure um 1,7 Prozent rückwirkend zum 1. Mai und eine Einmalzahlung von 500 Euro angeboten. Zum 1. Januar 2019 sollte das Gehalt um weitere 2,2 Prozent steigen.
Der DJV erklärte, die Verleger hätten die Möglichkeit, in der siebten Verhandlungsrunde am 1. Juli mit den Gewerkschaften zu einem Tarifabschluss zu gelangen. Vorher werde es Warnstreiks in mehreren Bundesländern geben. (afp)
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