Bauarbeiter. Symbolbild.Foto: iStock

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose

Epoch Times9. November 2021 Aktualisiert: 9. November 2021 7:00
Im Frühjahr waren die Wirtschaftsweisen noch von einem Wachstum von 3,1 Prozent für dieses Jahr ausgegangen. Doch Lieferengpässe und Materialmangel belasten nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung.

Materialmangel und Lieferengpässe bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem coronabedingten Einbruch des Vorjahres ab.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet nun, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 2,7 Prozent wächst, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Montag in einer Vorabmeldung. Dies gehe aus dem neuen Gutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen hervor, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt werden soll und der Zeitung dem Bericht zufolge vorliegt. In ihrem Frühjahrsgutachten waren die Ökonomen noch von einem Wachstum von 3,1 Prozent für dieses Jahr ausgegangen.

Das „Handelsblatt“ berichtete, das Expertengremium erwarte, dass das Wachstum im kommenden Jahr nachgeholt werden kann. Für 2022 sagen die Wirtschaftsweisen demnach ein Plus beim BIP von 4,6 Prozent voraus. Für das Preisniveau rechneten sie mit einer Steigerung von 3,1 Prozent in diesem Jahr. Für 2022 geht der Rat laut „Handelsblatt“ noch von einer Inflationsrate von 2,6 Prozent aus.

Für den Arbeitsmarkt rechnen die Experten laut „FAZ“-Bericht für das laufende Jahr nur mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl auf durchschnittlich 2,633 Millionen, im kommenden Jahr wird dann ein stärkerer Rückgang auf 2,367 Millionen erwartet.

Getragen wurde das Wirtschaftswachstum in Deutschland zuletzt vor allem von der Konsumlust der Verbraucher. Die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit zeitweiliger Schließung von Gaststätten, Fitnessstudios und Läden waren ab Mitte Mai schrittweise gelockert worden. Die Industrie leidet dagegen unter Materialmangel und Lieferengpässen, die eine Folgewirkung der Corona-Krise sind. (dpa/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion