Wirtschaftsforum in St. Petersburg – Teilnahme von EU-Kommissionspräsident Juncker geplant

Epoch Times12. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 16:20
Europäische Firmen erhoffen sich vom Wirtschaftsforum in St. Petersburg vom 16. bis 18. Juni eine Annäherung mit Russland. EU-Kommissionspräsident Juncker plant, am Wirtschaftsforum teilzunehmen, auch EU-Kommissar Oettinger wird erwartet. Die USA rät Firmen von einer Teilnahme ab.

„Ungeachtet aller Probleme sitzen wir auf demselben Kontinent“, sagte Geschäftsführer Frank Schauff von der Vereinigung Europäischer Unternehmen in Russland. Die Vereinigung Europäischer Unternehmen vertritt 550 meist größere europäische Firmen in Russland.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker plant, am Wirtschaftsforum teilzunehmen, die Unternehmen begrüßen diese Entwicklung.

Das Wirtschaftsforum findet von 16. bis 18. Juni in St. Petersburg statt. „Aus unserer Sicht ist der Besuch von Juncker wichtig“, sagte Schauff dpa in Moskau.

Das letzte Treffen eines EU-Kommissionschefs mit Putin liege fast drei Jahre zurück. Nach russischen Angaben wird auch der für Digitalwirtschaft zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger erwartet.

USA rät von der Teilnahme am Wirtschaftsforum ab

Wegen der russischen Übergriffe auf die Ukraine seit 2014 hat die EU Sanktionen verhängt, über deren Verlängerung Ende Juni entschieden wird. Einige EU-Staaten kritisieren Junckers Russland-Reise als zu großes Entgegenkommen gegenüber dem Kreml.

Die USA werden nach Angaben ihres Außenministeriums politisch nicht vertreten sein und raten US-Firmen von einer Teilnahme am Wirtschaftsforum in St. Petersburg ab.

Russlands Wirtschaftskrise habe nur zum Teil mit den Sanktionen zu tun, sagte Schauff von der Vereinigung Europäischer Unternehmen. Hauptfaktor sei der niedrige Ölpreis.

Den Konjunkturdaten nach sei aber die Talsohle wohl bald erreicht. „Wir nehmen an, dass sich die Lage gegen Ende des Jahres bessert.“ Trotzdem werde die Wirtschaft erst 2017 wieder leicht wachsen. Der Markt bleibe wahrscheinlich über die nächsten Jahre schwierig.

Die ausländischen Direktinvestitionen seien in den letzten Jahren gesunken. Wegen der Sanktionen sei „das politische Risiko für viele Firmen schwer zu berechnen“.

Russland hat die Spielregeln für ausländische Investitionen geändert, das Land setze darauf, Importe durch eigene Produkte zu ersetzen, sagte Schauff.  (dpa)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Newsticker