Die Bundesregierung hat die Alarmstufe ausgerufen.
Die Bundesregierung hat die Alarmstufe ausgerufen. Entsprechend steigt der Gaspreis.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hohe Energiekosten: Norwegen hebt Leitzins weiter an – Gaspreis steigt

Epoch Times23. Juni 2022 Aktualisiert: 23. Juni 2022 13:02

Der massive Anstieg der Verbraucherpreise – befeuert vor allem von höheren Energiekosten – stellt derzeit viele Länder vor Probleme.

Im Kampf gegen die Inflation hat nun die norwegische Zentralbank den Leitzins weiter angehoben: Er steigt um einen halben Prozentpunkt auf 1,25 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Es ist die vierte Anhebung seit September 2021, als der Zinssatz bei null lag. Die Erhöhung um gleich 0,5 Prozentpunkte ist größer als von Analysten erwartet.

Die Zentralbank kündigte weitere, rasche Zinsschritte an. Bis Sommer 2023 soll der Leitzins demnach 3,0 Prozent betragen.  Die Inflationsrate in Norwegen war im Mai auf 5,7 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag sie bei 3,4 Prozent. Ziel vieler Notenbanken ist eine Inflation von etwa zwei Prozent.

Deutschland: DAX im roten Bereich – Gaspreis steigt

Der DAX ist am Donnerstag nach einem schwachen Start auch bis zum Mittag im Minus geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 13.055 Punkten berechnet, ein Abschlag in Höhe von 0,7 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Vortag. Die größten Verluste gab es bei den Papieren der Deutschen Bank, von Brenntag und von Heidelbergcement.

Der Gaspreis legte deutlich zu – um rund sechs Prozent auf 135 Euro pro Megawattstunde. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 19 bis 23 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Morgen offiziell die zweite Stufe des nationalen Notfallplans Gas ausgerufen. Von dem sogenannten Preisanpassungsmechanismus, mit dem Versorger Mehrkosten direkt an ihre Kunden weitergeben könnten, macht die Bundesregierung aber vorerst noch nicht Gebrauch. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,0512 US-Dollar (-0,5 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9513 Euro zu haben. (afp/dts/mf)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion