Regierung will für 2,5 Milliarden Euro schwimmende LNG-Terminals anmieten

Der Jade-Weser-Port mit den Rohren der Tankerlöschbrücke im Vordergrund. Um Flüssigerdgas (LNG) über ein geplantes Importterminal in Wilhelmshaven anzulanden, soll ine rund 30 Kilometer lange Leitung vom Hafen bis ins ostfriesische Etzel (Kreis Wittmund) gebaut werden.
Der Jade-Weser-Port mit den Rohren der Tankerlöschbrücke im Vordergrund. Um Flüssigerdgas (LNG) über ein geplantes Importterminal in Wilhelmshaven anzulanden, soll ine rund 30 Kilometer lange Leitung vom Hafen bis ins ostfriesische Etzel (Kreis Wittmund) gebaut werden.Foto: Sina Schuldt/dpa
Epoch Times15. April 2022

Die Bundesregierung will in den nächsten zehn Jahren für bis zu 2,5 Milliarden Euro vier schwimmende Flüssiggas-Terminals anmieten und betreiben lassen. Das geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, aus dem das Nachrichtenportal „The Pioneer“ am Donnerstag zitierte. Das Ministerium bestätigte den Versand des Schreibens.

Ziel sei der Import von LNG zur Sicherung der Gasversorgung für Deutschland, zitierte „The Pioneer“ weiter. Es gehe um die „Anmietung von vier schwimmenden Speicher- und Regasifizierungseinheiten“, die Ausgaben für ihren Betrieb über einen Zeitraum von zehn Jahren sowie um die erforderliche Infrastruktur an Land.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warf der Regierung fehlende Transparenz bei dem Vorhaben vor. „Gerade klimaschädliche Großprojekte wie neue fossile Gas-Terminals müssen in einem öffentlichen und transparenten Verfahren auf ihre Umwelt- und Klimaauswirkungen geprüft werden“, verlangte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. Deutschland dürfe sich durch die Terminals nicht wieder „in eine fossile Falle“ begeben, „die neue Abhängigkeit schafft und die Klimaziele in Gefahr bringt“. (afp/red)



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