Das Rechenzentrum der Deutschen Telekom AG in Biere (Sachsen-Anhalt).Foto: Jens Wolf/dpa

Altmaier sieht Vorteile für junge Unternehmer mit europäischer Datencloud

Epoch Times27. Oktober 2019 Aktualisiert: 27. Oktober 2019 11:36
Wirtschaftsminister Altmaier verspricht sich Vorteile für Jungunternehmer in der europäischen Datencloud Gaia-X. Kurz vor dem Digitalgipfel der Bundesregierung begrüßt Forschungsministerin Karliczek den Einsatz der deutschen Wirtschaft beim Aufbau des europäischen Cloud-Netzwerks GAIA-X.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verspricht sich von seinen Plänen für die europäische Datencloud Gaia-X Vorteile für Jungunternehmer. „Jetzt geht es darum, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass unsere Unternehmen und insbesondere auch Start-ups ihre Stärken konsequent nutzen können, um erfolgreiche eigene Geschäftsmodelle in Deutschland und Europa zu schaffen und global wettbewerbsfähig zu sein“, schreibt der Minister in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Dafür sei der Aufbau einer „europäischen, souveränen und vernetzten Dateninfrastruktur“ notwendig, um digitale Ökosysteme und Plattformen zu ermöglichen.

„Datensouveränität und Datenverfügbarkeit sind der Schlüssel für digitale Innovationen und das Fundament für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wie auch Europas“, so Altmaier. „Dies gilt insbesondere auch für Start-ups, gerade wenn sie im Bereich der KI unterwegs sind.“

Forschungsministerin Karliczek begrüßt das Vorhaben

Kurz vor dem Digitalgipfel der Bundesregierung hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) das Engagement der deutschen Wirtschaft beim Aufbau des europäischen Cloud-Netzwerks GAIA-X begrüßt.

„Ich bin froh, dass sich auf dem Digitalgipfel nun viele Unternehmen zum Aufbau von GAIA-X bekennen werden. Das ist ein Zeichen des Selbstbewusstseins und der Hinwendung zur Zukunft, die auch für die Sicherung der Arbeitsplätze wichtig ist“, sagte Karliczek dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Damit zeigten die deutschen und europäischen Unternehmen, dass sie „im digitalen Zeitalter weiter vorne dabei sein wollen, ohne in Abhängigkeit von Großunternehmen oder Staaten zu geraten“.

Die Ministerin bezeichnete GAIA-X als ist eines der wichtigsten Digitalprojekte, um die Spitzenposition der deutschen und europäischen Wirtschaft international zu verteidigen. „Mit GAIA-X wird ein sicherer europäischer Raum für die Datenspeicherung geschaffen werden. Das ist dringend notwendig“, sagte sie. „Denn die Macht über die Daten in Europa soll nicht mehr in den Händen einiger weniger Konzerne anderswo liegen.“

Mit dem Datencloud-Projekt würden in Europa sichere Straßen in der digitalen Welt gebaut. „Das ist für die weitere Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland und Europa von zentraler Bedeutung“, so Karliczek.

Abhängigkeiten vermeiden

Der Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften Acatech, Karl-Heinz Streibich, begrüßte die Altmaier-Initiative als „absolut richtig“.

Wenn man technologisch souverän sein und einseitige Abhängigkeiten vermeiden wolle, dann müsse man jetzt vorangehen, sagte Streibich dem „Handelsblatt“.

Streibich, der den Minister beim Gaia-X-Projekt berät, warnte zugleich, wenn es nicht gelinge in der digitalen Welt souverän zu sein, „dann könnten wir unsere selbstbestimmte und führende wirtschaftliche Rolle in der Welt nicht halten“. Langfristig würde das „unseren Wohlstand gefährden“. (dts)

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