Volkswagen will E-Kleinwagen in Osteuropa und E-SUV im VW-Werk Emden bauen

Epoch Times16. Mai 2019 Aktualisiert: 16. Mai 2019 20:01
Ursprünglich sollte der E-Kleinwagen im Werk Emden vom Band rollen. Bei einem angepeilten Verkaufspreis von unter 20.000 Euro sei dies wirtschaftlich nicht darstellbar.

Der Autobauer Volkswagen will laut eines Zeitungsberichts seinen elektrifizierten Kleinwagen in einem Werk in Osteuropa bauen.

Dazu habe der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am vergangenen Montag eine Grundsatzentscheidung gefällt, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise. Wahrscheinlich werde das E-Auto nun im slowakischen Bratislava gefertigt.

Ursprünglich hätte das Einstiegsmodell im Werk Emden vom Band rollen sollen. Bei einem angepeilten Verkaufspreis von unter 20.000 Euro sei dies wirtschaftlich nicht darstellbar, berichtet die Zeitung weiter. Dafür seien die Lohnkosten in Emden und anderen deutschen Standorten zu hoch. E-Autos sind an sich schon teurer als Autos mit Verbrennermotoren, weil die Batterie mehr kostet als ein Motor.

Im VW-Werk Emden soll ein elektrischer Kompakt-SUV gebaut werden

In Emden solle statt des Kleinwagens nun ein elektrischer Kompakt-SUV in der Größe eines VW Tiguan produziert werden, berichtet das „Handelsblatt“. Dieses Modell sei bislang für die VW-Fabrik im sächsischen Zwickau gedacht gewesen. Das Werk in Ostdeutschland sei aber mit dem ID ausreichend ausgelastet.

Die Nachfrage nach dem elektrischen Nachfolger des Golf sei so groß, dass Zwickau zugunsten der ostfriesischen Kollegen problemlos auf den Kompakt-SUV verzichten könne, hieß es in Konzernkreisen. Das Unternehmen habe sich dazu nicht geäußert, berichtet das „Handelsblatt“. (dts)

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