Bund schickt Manager aus Logistik und Luftfahrt in den Aufsichtsrat der Lufthansa

Epoch Times28. August 2020 Aktualisiert: 28. August 2020 12:51
Im Gegenzug für die milliardenschweren Staatshilfen für die Lufthansa schickt der Bund nun zwei Manager in den Aufsichtsrat der Fluggesellschaft: Angela Titzrath und Michael Kerkloh.

Im Gegenzug für die milliardenschweren Staatshilfen für die Lufthansa schickt der Bund nun zwei Manager in den Aufsichtsrat der Fluggesellschaft. In das Gremium einziehen sollen die Chefin des Hamburger Hafens, Angela Titzrath, und der ehemalige Chef des Flughafens München, Michael Kerkloh, wie die Lufthansa am Freitag mitteilte. Zwei bisherige Aufsichtsratsmitglieder legen dafür ihr Mandat nieder.

„Wir erfüllen mit diesem Wechsel eine Kernbedingung des Stabilisierungspakets“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Ludwig Kley. Im Stabilisierungspaket des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für die Lufthansa ist vereinbart, dass der Bund in seiner Rolle als Anteilseigner zwei Mitglieder für den Aufsichtsrat der Gesellschaft benennen kann. Titzrath und Kerkloh sollen „zeitnah“ gerichtlich zu neuen Aufsichtsratsmitglieder bestellt werden.

Titzrath sei eine erfahrene Managerin, die den Aufsichtsrat mit ihrer breiten Expertise aus verschiedenen Industrien und Unternehmen bereichern werde, erklärte Kley. „Ihre Erfahrung in der Logistik sowie ihre Kenntnis personalpolitischer Themen werden für unser Gremium von großem Wert sein.“ Kerkloh habe die Flughäfen in Hamburg und München über viele Jahre erfolgreich geführt. Er werde seine langjährige Erfahrung und sein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge im Luftverkehr in den Aufsichtsrat einbringen, so der Vorsitzende.

Die Lufthansa hat mit der Bundesregierung und der EU-Kommission ein insgesamt neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket ausgehandelt. Drei Milliarden Euro fließen als Darlehen der staatlichen Förderbank KfW, die übrigen sechs Milliarden Euro kommen aus dem WSF. Im Gegenzug muss die Lufthansa auch Start- und Landerechte abgeben. (afp)

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