Restaurants leiden unter großen Umsatzeinbußen. Symbolbild.Foto: istock

Corona gefährlicher als Grippe? Hamburger Gastronom fordert Antworten vom RKI

Epoch Times20. Juli 2020 Aktualisiert: 20. Juli 2020 18:45

Der Hamburger Restaurant-Gründer Eugen Block sieht die Covid-19-Pandemie, zumindest in Deutschland, als nicht gefährlicher als eine Grippewelle an. Aus diesem Grund hat er auch kein Einsehen gegenüber den strengen Corona-Maßnahmen und wehrt sich. Diese würden seiner Meinung nach die gesamte Branche in den Ruin führen.

Bisher hat er schon mehrere Briefe an das RKI geschrieben, weil er eindeutige Antworten darüber bekommen will, ob Corona in Deutschland tatsächlich zu mehr Toten führe, als eine der üblichen Grippewellen, die es schon immer gegeben hat.

Wie der „Focus“ unter Berufung auf das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, hat er gerade wieder einen Brief an RKI-Chef Lothar Wieler geschickt, der ihm sogar eine Antwort zugesagt habe.

Bis dahin verweigert der Gastronom die Abgabe der gesparten Mehrwertsteuer an den Kunden mit der Begründung, aufgrund der Abstandsregelungen komme es in seinen Läden zu „enormen Umsatzausfällen“.

„Die jetzigen Krankheitszahlen und insbesondere Krankheitsverläufe zeigen, dass unsere damalige Vermutung zutreffend war, dass das Coronavirus in der Bundesrepublik Deutschland keinesfalls zu mehr Todesfällen als die bisherigen Grippeepidemien führt“, soll der Hamburger Unternehmer und Gründer der Restaurantkette Block House laut „Abendblatt“ geschrieben haben. „Über mehr als 50 Jahre habe ich gelernt, dass Entscheidungen auf Basis von konkreten Zahlen, insbesondere aber auf Basis von Prozentsätzen, zu treffen sind“.

Block meint, für politische Entscheidungen, die tiefgreifenden Einfluss in diverse Branchen hätten, sei es entscheidend, wie viele Tote es dieses Jahr durch das Coronavirus gab und wie viel Prozent es mehr waren als in den vier Jahren davor.

Wie der Focus zudem berichtet, wollte Block bereits im April rechtliche Schritte gegen die Schließungen seiner Restaurants und seines Luxushotels Grand Elysée prüfen lassen. Begründet habe er das damals mit den Worten: „Es darf nicht eine gesamte Branche ruiniert werden.“

Provozierend habe er im „Spiegel“ ergänzt, er habe vor dem Virus keine Angst: „Dann sterbe ich halt drei Tage früher, na und?“

Nach dem Lockdown lief das Restaurant-Geschäft nur schleppend wieder an

Aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) im Mai ging hervor, dass ein wirtschaftliches Handeln für Wirte unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen nicht möglich sei. Der Verband befragte in der Zeit vom 22. bis 25. Mai 8.000 Gastronomen. Demnach erzielten 78,3 Prozent der Betriebe in den ersten Tagen nach dem Neustart nur maximal 50 Prozent der sonst üblichen Umsätze. (nmc)


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