Corona-Krise: Bäcker und Handwerker schlagen Alarm – Auftragsrückgang und Betriebsschließungen

Epoch Times27. März 2020 Aktualisiert: 27. März 2020 10:34
Bäcker und Handwerker gehören zwar zu den Gewerken die ihre Betriebe nicht zwangsläufig schließen mussten, doch beide kämpfen mit hohen Umsatzrückgängen. Den Bäckern fehlen vielerorts die Laufkundschaft und die Aufträge für Veranstaltungen und den Handwerkern brechen Aufträge und Arbeitskräfte weg.

Trotz Ladenöffnung fürchten die Bäcker um ihre Umsätze. „Umsatzausfälle liegen auf der Hand, weil praktisch alle Veranstaltungen abgesagt wurden und damit das Geschäft mit dem Catering wegbricht“, sagte Michael Wippler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Auch das Geschäft mit Backwaren für Restaurants und Cafés falle nun aus.

Die Bäckereifilialen in Innenstädten, am Flughafen oder an touristischen Plätzen müssten vielerorts geschlossen werden, weil wegen der Ausgangsbeschränkungen deutlich weniger Laufkundschaft komme, so Wippler weiter. Die Bäcker fordern nun, dass Hilfen der Bundesregierung schneller und besser verfügbar sein sollten. Vieles sei noch zu bürokratisch, die örtliche Arbeitsagentur sei vielfach nicht erreichbar. Wenn es nicht gelinge, staatliche Hilfe schnell und unbürokratisch zu vermitteln, könnte es jedoch für manche Betriebe schwierig werden.

Handwerk meldet starke Umsatzrückgänge

Der Umsatz der Handwerksbetriebe in Deutschland ist wegen der Corona-Krise im Schnitt um gut 50 Prozent eingebrochen. In einer Umfrage des Zentralverbands ZDH unter 4900 Unternehmen diese Woche gaben 77 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge an, 55 Prozent berichteten von stornierten Aufträgen und 36 Prozent von fehlendem Personal, weil etwa Beschäftigte wegen eigener Quarantäne oder fehlender Kinderbetreuung nicht zur Arbeit erscheinen können.

„Die Corona-Krise hat das Handwerk mit voller Wucht und in der ganzen Breite getroffen“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem „Handelsblatt“ vom Freitag. Ohne staatliche Überbrückungshilfen stünden zahlreiche Betriebe vor dem Aus. In der Umfrage gaben laut Zeitung 16 Prozent der Befragten an, dass ihr Betrieb wegen behördlicher Vorgaben geschlossen wurde. Die Quote der stornierten Aufträge liege bei 45 Prozent. 58 Prozent der Betriebe planen den Angaben zufolge Kurzarbeit. Für elf Prozent ist die Kündigung von Mitarbeitern vorstellbar und für 18 Prozent die vorübergehende Schließung des eigenen Betriebs. (afp/dts)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wenn der Staat eine aktive Rolle in der Wirtschaft spielt, hat jede Aktion einen Dominoeffekt auf den Markt. Neue Richtlinien und Gesetze können ganze Branchen verändern und viele Unternehmen und Investoren von den Entscheidungen der Regierung abhängig machen. Der Staat, der traditionell nur Gesetze verabschiedete und durchsetzte, ist dadurch ein führender Akteur in der Wirtschaft geworden.

Der Staat ist wie ein Schiedsrichter, der bei einem Fußballspiel auch noch zum Spieler wird: Er kontrolliert und reguliert das Kapital in einer Wirtschaft, die früher privat war und ersetzt damit die „unsichtbare Hand“ durch die „sichtbare Hand“.

Es gibt mindestens zwei Hauptfolgen der umfangreichen staatlichen Eingriffe. Erstens erweitert sich die Macht des Staates hinsichtlich seiner Rolle und seines Umfangs. Regierungsbeamte entwickeln zunehmend Überheblichkeit hinsichtlich ihrer Fähigkeit, in die Wirtschaft einzugreifen und den Staat die Rolle des Retters spielen zu lassen. Auch nach der Bewältigung einer Krise behält die Regierung für gewöhnlich ihre erweiterten Befugnisse und Funktionen bei – wie im Kapitel 9 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert wird.

Zweitens führt der Interventionismus zu mehr Abhängigkeit von der Regierung. Wenn die Menschen auf Herausforderungen stoßen oder wenn der freie Markt nicht die Vorteile bieten kann, die sie sich wünschen, werden sie sich für mehr staatliche Eingriffe einsetzen, um ihre Forderungen erfüllt zu bekommen.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]