Einer der deutschen IC-Züge.Foto: iStock

Deutsche Bahn: Fernverkehr teils nur unter zehn Prozent ausgelastet

Epoch Times3. April 2020 Aktualisiert: 3. April 2020 19:37
Immer weniger Menschen fahren zurzeit mit der Bahn. Aktuell liege die Auslastung von ICE und IC-Zügen "bei teils unter 10 Prozent", berichtete der Sender HR-Info.

Die Zahl der Fahrgäste im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise massiv gesunken.

Aktuell liege die Auslastung von ICE und IC-Zügen „bei teils unter 10 Prozent“, berichtete der Sender HR-Info am Freitag unter Berufung auf einen damit befasster Eisenbahner aus dem Betrieb. Trotzdem werde die Bahn auch über die Osterfeiertage das derzeitige Programm nicht ausdünnen.

„Das Unternehmen will rund 70 Prozent des normalen Angebotes fahren“, zitierte der Hessische Rundfunk den Eisenbahner. Offiziell teilte ein Bahn-Sprecher auf Anfrage des Senders mit, derzeit werde mit „rund 75 Prozent“ des normalen Fernverkehrsangebotes gefahren. Die Auslastung der Züge sei „deutlich gesunken“.

Schon seit einigen Wochen hat die Deutsche Bahn ihren Personenverkehr wegen der gesunkenen Nachfrage ausgedünnt. Zugleich hatte die Bahn bereits zu Beginn der Coronavirus-Pandemie angekündigt, dass der Betrieb auch in der Krise so lange wie möglich aufrecht erhalten werden solle.

Der Konzern wolle damit als Teil der Daseinsvorsorge einen Beitrag zur notwendigen Mobilität und der Versorgung der Wirtschaft leisten.

Lockführergewerkschaft fordert umfassenden Tarifvertrag

Die Lokführergewerkschaft GDL forderte unterdessen den Abschluss eines umfassenden Tarifvertrages in der Eisenbahnbranche. Derzeit werde in einer Reihe von Unternehmen über die Einführung von Kurzarbeit diskutiert, erklärte die GDL am Freitag.

Um die wirtschaftlichen Nachteile möglichst gering zu halten, sei ein Tarifabschluss mit den mehr als 50 Eisenbahnverkehrsunternehmen nötig, die Tarifpartner der GDL sind.

Zentral soll dabei der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen während der Kurzarbeit selbst und bis drei Monate nach deren Beendigung sein.

„Mit der Einführung von Kurzarbeit geht nicht automatisch ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen einher“, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky. „Darum wollen wir einen umfassenden Kündigungsschutz tarifvertraglich vereinbaren.“

Weiterer wesentlicher Bestandteil soll der Anspruch auf einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld sein. Dadurch sollten Weselsky zufolge unabhängig von der Höhe der angeordneten Kurzarbeit stets 90 Prozent des Nettoentgelts erzielt werden, das der Arbeitnehmer ohne Kurzarbeit hätte.

Eine solche tarifvertragliche Regelung besteht demnach bisher nur bei der Deutschen Bahn. Die GDL will die Forderung nun auch gegenüber allen anderen Tarifpartnern erheben. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Krankheiten wie COVID-19, Katastrophen und seltsame Naturereignisse machen den Menschen aufmerksam: etwas läuft schief. Es läuft tatsächlich etwas sehr schief. Die Gesellschaft folgt - verblendet vom "Gespenst des Kommunismus" - einem gefährlichen Weg.

Es ist der Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen, zwischen dem Göttlichen und dem Teuflischen, die in jedem Menschen wohnen.

Dieses Buch schafft Klarheit über die verworrenen Geheimnisse der Gezeiten der Geschichte – die Masken und Formen, die das Böse anwendet, um unsere Welt zu manipulieren. Und: Es zeigt einen Ausweg. „Chinas Griff nach der Weltherrschaft“ wird im Kapitel 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion