Elon Musk: Deal zum Twitter-Kauf vorläufig ausgesetzt

Kauft Elon Musk Twitter doch nicht? Der angestrebte Deal sei ausgesetzt, bis ein Detail geklärt ist. Die Aktie des Kurznachrichtendienstes verliert deutlich an Wert.
Elon Musk verfolgt den angestrebten Kauf von Twitter erst mal nicht weiter.
Der Kurznachrichtendienst Twitter.Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Epoch Times13. Mai 2022

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Der Technologie-Milliardär Elon Musk stoppt nach eigenen Angaben vorerst seine geplante Übernahme des Onlinedienstes Twitter. Das Geschäft werde vorübergehend auf Eis gelegt, bis Details zur Berechnung der Zahl der Spam- und Fake-Konten bei dem Netzwerk vorlägen, schrieb Musk am Freitag auf Twitter. Demnach geht es darum, ob diese Konten „tatsächlich weniger als fünf Prozent der Nutzer ausmachen“, schrieb Musk.

Der Aktienkurs des Kurzbotschaftendienstes stürzte daraufhin im vorbörslichen Handel um rund 20 Prozent ab. Musk, Gründer des US-Elektroautobauers Tesla und derzeit reichster Mensch der Welt, hatte im April angekündigt, Twitter für rund 44 Milliarden Dollar (41 Milliarden Euro) kaufen zu wollen. Der Verwaltungsrat des Onlinenetzwerks stimmte der Übernahme nach erstem Widerstand zu.

Twitter äußerte sich am Freitag auf Anfrage zunächst nicht zu der Ankündigung Musks. Die Zahl der Spam- und Fake-Konten bei dem Kurzbotschaftendienst ist unter anderem für das Ausspielen von Werbung relevant. Twitter hatte zuletzt mitgeteilt, dass es durchschnittlich 229 Millionen tägliche Nutzer gebe, die „monetarisierbar“ seien, die also Werbung ausgesetzt sind. In diesem Zusammenhang schätzte das Unternehmen, dass weniger als fünf Prozent der Konten Spam- oder gefälschte Konten seien.

Der Analyst Dan Ives von Wedbush kommentierte die Ankündigung Musks am Freitag mit den Worten, dass aus der Twitter-„Zirkusshow“ nun eine „Horrorshow am Freitag den 13.“ zu werden drohe. Investoren an der Wall Street würden Musks Tweet vermutlich als Versuch interpretieren, sich aus dem Deal zurückzuziehen oder einen niedrigeren Preis zu erzwingen, erklärte er.

Die Analystin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown verwies darauf, dass die Zahl der Spam- und der gefälschten Konten – und umgekehrt die Zahl der echten Konten – ein Schlüsselindikator mit Blick auf die künftigen Einnahmequellen durch Werbung oder kostenpflichtige Abonnements sei. (afp/dpa/dl)



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