Europas Banken haben über 800 Milliarden an notleidenden Krediten

Die Europäische Bankenaufsicht schätzt die Summe der "notleidenden Kredite", in den Bilanzen europäischer Banken auf 813 Milliarden Euro.
Titelbild
Die Banken beherrschen die Skyline von Frankfurt.Foto: ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images
Epoch Times4. August 2018

Die Europäische Bankenaufsicht schätzt die Summe der „non-performing loans“, also „notleidende Kredite“, in den Bilanzen europäischer Banken zehn Jahre nach der Finanzkrise auf 813 Milliarden Euro. Das berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe) mit Verweis auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Frage der FDP-Fraktion im Bundestag.

Der Umfang dieser Kredite sei „im historischen Vergleich hoch“, schreiben die Beamten demnach.

Es drohten Schwierigkeiten für einzelne Banken und eine „Ansteckungsgefahr“ für das europäische Bankensystem. Genau wie vor zehn Jahren sei ein Großteil der faulen Kredite „im Immobilienbereich zu verorten“. Und diese lägen vor allem in den Bilanzen südeuropäischer Banken: in Griechenland, Zypern, Italien und Portugal.

Bei griechischen Instituten seien 44,9 Prozent der Kredite „notleidend“, in Zypern 38,9 Prozent. In Italien liegen 186,7 Milliarden an faulen Krediten, die Hälfte davon sei nicht durch Kapital abgesichert.

In den Bilanzen deutscher Banken gelten 49,6 Milliarden an Krediten als „notleidend“, das sind 1,9 Prozent. „Banken und Regierungen in den Krisenländern haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht“, sagte darauf FDP-Finanzexperte Frank Schäffler.

Wenn mehr als die Hälfte der faulen Kredite in Südeuropa nicht abgesichert sind, dann sei klar, dass eine Vergemeinschaftung der Risiken unbedingt verhindert werden müsse, sagte der FDP-Politiker. (dts)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion