Gamestop will sich vom angestaubten und schwächelnden Geschäftsmodell einer klassischen Einzelhandelskette für Computerspielbedarf verabschieden.Foto: John Minchillo/AP/dpa/dpa

Gamestop hat zwei neue Manager und steigert Umsatz deutlich

Epoch Times10. Juni 2021 Aktualisiert: 10. Juni 2021 9:07
Erst waren die Aktien Spekulationsobjekte der Kleinanleger gegen die großen Hedgefonds - jetzt will der US-Videospielhändler Gamestop mit neuem Führungsduo den Wandel zum E-Commerce forcieren.

Der durch die extreme Kursrally seiner Aktien in die Schlagzeilen geratene US-Videospielhändler Gamestop will mit einem neuen Führungsduo den Strategiewandel Richtung E-Commerce forcieren.

Mit Matt Furlong und Mike Recupero verpflichtete die Firma zwei frühere Amazon-Manager als Vorstands- beziehungsweise Finanzchef, wie sie nach US-Börsenschluss mitteilt. Beide Posten waren nach Rücktritten in den letzten Monaten vakant.

Gamestop will sich vom angestaubten und schwächelnden Geschäftsmodell einer klassischen Einzelhandelskette für Computerspielbedarf verabschieden und zu einem modernen Technologie-Anbieter für Online-Gamer werden. Diesem Kalkül folgt die Auswahl des Spitzenpersonals. Vor drei Monaten ging mit Jenna Owens bereits eine Tech-Veteranin als für das Tagesgeschäft zuständige Vorständin an Bord, die zuvor für die Internetriesen Google und Amazon tätig war.

Geschäftlich lief es bei Gamestop zuletzt wieder etwas besser. In den drei Monaten bis Anfang Mai stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf 1,3 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) und lag damit über den Markterwartungen. Gamestop schreibt zwar weiter rote Zahlen, verringerte den Verlust laut den ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Quartalszahlen aber immerhin von 165,7 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 66,8 Millionen Dollar.

Gamestop hatte Anfang des Jahres durch eine regelrechte Spekulationsschlacht an der Börse für Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen steckt eigentlich schon länger in der Krise, doch angetrieben von im Internet organisierten Kleinanlegern hatten die Aktien eine atemberaubende Rally hingelegt. Das wiederum brockte Hedgefonds, die auf einen Kursverfall wetteten, enorme Verluste ein.

Im Januar hatte die Aktie ein Rekordhoch von über 483 Dollar erreicht. Am Mittwoch schloss sie bei gut 302 Dollar, was einem enormen Kursplus von über 1500 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. (dpa)



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