Größter Betrug in der Finanzgeschichte: USA ermitteln wegen 1MDB-Skandal gegen Deutsche Bank

Epoch Times11. Juli 2019 Aktualisiert: 11. Juli 2019 9:15

Das US-Justizministerium hat einem Medienbericht zufolge Ermittlungen gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB eingeleitet.

Die Behörde prüfe, ob das Geldinstitut durch seine Arbeit für den Fonds gegen Korruptions- und Anti-Geldwäsche-Gesetze verstoßen habe, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch. Die Deutsche Bank erklärte, sie  kooperiere vollauf mit den Behörden und sei von 1MDB in die Irre geführt worden.

Der malaysische Staatsfonds 1MDB steht im Zentrum eines der größten Betrugsskandale der Finanzgeschichte. Bis zu drei Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) sollen nach Angaben von malaysischen und US-Justizbehörden zwischen 2009 und 2014 veruntreut worden sein, unter anderem von malaysischen Spitzenpolitikern.

Wichtige Bankgeschäfte für den Fonds wickelte die US-Investmentbank Goldman Sachs ab, gegen die Ermittlungen in den USA eingeleitet wurden.

Deutsche Bank half bei der Beschaffung von 1,2 Milliarden Dollar

Die Deutsche Bank hatte dem Staatsfonds laut „Wall Street Journal“ noch 2014 bei der Beschaffung von 1,2 Milliarden Dollar geholfen, als es bereits Bedenken wegen der Leitung und der Finanzdaten von 1MDB gegeben habe.

Die Ermittlung gegen die Deutsche Bank wurde demnach vom ehemaligen Goldman-Sachs-Banker Tim Leissner unterstützt, der sich in dem Skandal schuldig bekannte.

Die Staatsanwaltschaft interessiert sich demnach für eine frühere Kollegin Leissners, eine ehemalige Mitarbeiterin der Deutschen Bank im Asien-Pazifik-Raum.

Der Zeitung zufolge verließ sie das Geldinstitut vergangenes Jahr, nachdem herauskam, dass sie in Verbindung zu einem malaysischen Investor stand, der eine zentrale Rolle in dem Skandal spielte.

Deutschlands größtes Geldinstitut hatte am Sonntag eine umfassende Neuaufstellung des Konzerns beschlossen. Im Zuge dessen sollen bis 2022 rund 18.000 Stellen wegfallen – bereits am Montag erhielten die ersten betroffenen Mitarbeiter ihre Kündigungen. (afp)

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