Ehemalige Angestellte des Reiseveranstalters Thomas Cook auf einer Londoner Demo am 2. Oktober 2019.Foto: TOLGA AKMEN/AFP via Getty Images

Keine Zukunft für Thomas Cook in Deutschland – Tausend Beschäftigte auf Arbeitssuche

Epoch Times21. November 2019 Aktualisiert: 21. November 2019 17:09
Ein Abschiedsbrief an Vertriebs- und Geschäftspartner lässt keine Zweifel offen: Das Ende des Geschäftsbetriebes im November sei "traurige Gewissenheit".

Neun Wochen nach der Insolvenz stellt der Reiseveranstalter Thomas Cook in Oberursel Ende November seinen Geschäftsbetrieb endgültig ein. Das kündigte der Vorstand am Donnerstag in einem Abschiedsbrief an Vertriebs- und Geschäftspartner an. Nach Wochen „unermüdlicher Verhandlungen“ sei es nun „traurige Gewissheit: Es wird keine Zukunft für Thomas Cook in Deutschland geben“.

Fast tausend Beschäftigte des Unternehmens verlieren ihren Job; für sie sei am Mittwoch am Unternehmensstandort im hessischen Oberursel eine Job-Börse organisiert worden.

Weitere etwa 1100 Beschäftigte arbeiten bei Unternehmensteilen, für die die vorläufigen Insolvenzverwalter einen Käufer fanden: Bucher Reisen, Öger Tours, 106 der 126 Reisebüros und die Plattform „Golden Gate“. Interessenten gibt es laut Thomas-Cook-Geschäftsführung noch für die Franchise-Hotels der Marke Sentido und für die Traditionsmarke Neckermann Reisen.

Vorstandschefin Stefanie Berk bat Geschäftspartner und Kunden erneut „von Herzen“ um Entschuldigung. „Wir wissen, dass wir damit auch unsere Geschäftspartner – allen voran unsere Partner im Vertrieb, aber auch in den Zielgebieten und bei den Airlines – in eine sehr schwierige Situation gebracht haben.“

Die Thomas Cook GmbH hatte am 25. September Insolvenz angemeldet. 140.000 Urlauber saßen zeitweise an ihrem Urlaubsort fest. Sie und weitere zehntausende Urlauber, die noch einen Urlaub bei Thomas Cook gebucht hatten, melden derzeit ihre Entschädigungsansprüche an. Auch viele Hotelbesitzer bekommen noch Geld.

Das Versicherungsunternehmen Zurich muss allerdings nur bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Summe von 110 Millionen Euro haften. Die Ansprüche aller Betroffenen sind deutlich höher. Zurich will Anfang Dezember bekanntgeben, welchen Anteil seines Geldes jeder zurückbekommt. (afp)


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