Das Logo eines MediaMarktes in München.Foto: iStock

MediaMarkt und Saturn: Cyber-Attacke legt Server lahm

Epoch Times8. November 2021 Aktualisiert: 8. November 2021 19:08

Die Elektronikmarktkette MediaMarktSaturn ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, „die betroffenen Systeme zu identifizieren und entstandene Schäden schnellstmöglich zu beheben“, teilte ein Unternehmenssprecher am Montag mit. Die zuständigen Behörden seien umgehend informiert worden.

Betroffen von der Cyberattacke sind demnach die in Ingolstadt ansässige MediaMarktSaturn Retail Group und ihre Landesgesellschaften. MediaMarktSaturn gehört zum Ceconomy-Konzern und betreibt nach eigenen Angaben unter anderem 1.023 stationäre Märkte der Marken MediaMarkt und Saturn in 13 europäischen Ländern.

In den stationären Märkten könne es derzeit „bei einigen Dienstleistungen zu einem eingeschränkten Service kommen“, teilte der Sprecher weiter mit. Zugleich wies er darauf hin, dass MediaMarktSaturn auch weiterhin „auf allen Vertriebskanälen“ für seine Kunden da sei und intensiv daran arbeite, „so schnell wie möglich wieder sämtliche Services uneingeschränkt zur Verfügung stellen zu können“.

35 „Megamärkte“ sollen in Europa eröffnet werden

Der Mutterkonzern Ceconomy kündigte außerdem an, in den kommenden Jahren 35 Megamärkte in Europa eröffnen. „Grundsätzlich sind alle großen Städte für so ein Format geeignet“, sagte Ceconomy-Chef Karsten Wildberger dem „Handelsblatt“ vom Montag.

„Nächstes Jahr werden wir auch in Deutschland das erste Lighthouse eröffnen.“ Der erste dieser Märkte war im vergangenen Jahr in Mailand eröffnet worden, der zweite Markt soll noch in diesem Monat in Rotterdam starten.

Ceconomy habe die Corona-Krise genutzt, um die Logistik auszubauen, sagte Wildberger der Zeitung. Ein Netz aus einem neuen nationalen Distributionszentrum und regionalen Lagern ermögliche kurze Lieferzeiten.

„Unser Ziel ist es, dass wir Kunden, die bei uns bestellen, noch am selben Tag beliefern können“, sagte Wildberger dem „Handelsblatt“. Heute schon könnten Kunden innerhalb von 30 Minuten ihre Bestellung im Markt abholen.

Ceconomy verfolge „das klare Ziel, eine führende europäische Omnichannel-Plattform aufzubauen“, sagte Wildberger. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Ein relevantes Plattform-Unternehmen aus Europa – ich glaube, dafür gibt es eine starke Nachfrage.“ (afp/dl)



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