Der Google-Konzern in Frankreich wird von einem österreichischen Datenschutzaktivisten verklagt.Foto: Jeff Chiu/AP/dpa/dpa

Österreichische Organisation NOYB verklagt Google wegen Tracking-ID auf Handys

Epoch Times7. April 2021 Aktualisiert: 7. April 2021 15:08

Die österreichische Organisation NOYB des Datenschutzaktivisten Max Schrems hat Klage in Frankreich gegen den Google-Konzern eingereicht. Dabei geht es um den Tracking-Code AAID, der auf Smartphones mit dem Betriebssystem Android installiert ist und zwar „illegal“ ohne die Zustimmung der Nutzer, wie die Organisation erklärte. Eingereicht wurde die Klage bei Frankreichs Datenschutzbehörde CNIL.

Der Code ermögliche es Google sowie allen Apps auf dem Telefon, Nutzer zu verfolgen und ihr Online-Verhalten zu analysieren, beklagte NOYB (None Of Your Business). Google erstelle die ID „ohne das Wissen oder die Zustimmung“ der Nutzer. Diese funktioniere wie ein Nummernschild und erlaube es, das Handy eindeutig zu identifizieren. So könnten Konsumpräferenzen analysiert und personalisierte Werbung geschaltet werden.

Nutzerinnen und Nutzer hätten außerdem keine Möglichkeit, den Code wieder zu löschen, erklärte NOYB. Er könne zwar zurückgesetzt werden, dann jedoch werde eine neue ID generiert.

Die Organisation beruft sich auf die Datenschutz-Grundverordnung der EU: Diese verbiete eine solche Anwendung ohne das explizite Einverständnis der Betroffenen. Der Organisation zufolge ist der Tracking-Code auf nahezu allen der 306 Millionen aktiven Android-Telefonen in der EU installiert.

Im November war NOYB in Deutschland und Spanien gegen einen ähnlich funktionierenden Code von Apple, den IDFA, vorgegangen. Auch hier liege keine Zustimmung durch die Nutzer vor, beklagte die Organisation. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion