Pflegereform: Zehntausenden Bedürftigen droht Verlust ihres Heimplatzes

Epoch Times6. September 2016 Aktualisiert: 6. September 2016 10:13
Sollte der Anspruch auf Sozialhilfe für Heimbewohner abgeschafft werden, "stehen bis zu 80.000 Heimbewohner vor einer völlig unsicheren Zukunft" sagte der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste.

Wegen einer Lücke in der Pflegereform droht bis zu 80.000 Menschen der Verlust ihres Heimplatzes. Davor warnt laut eines Berichts der „Bild“ (Dienstag) der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa): Demnach soll im dritten Pflegestärkungsgesetz die sogenannte „Hilfe zur Pflege“ der Sozialhilfeträger wegfallen und durch einen „Entlastungsbetrag“ von 125 Euro ersetzt werden. Für Menschen mit dem neuen Pflegegrad 1 (heute ohne Pflegestufe) sei stationäre Pflege damit „praktisch ausgeschlossen“, warnt der bpa in einer Stellungnahme.

Bleibe es bei dem aktuellen Gesetzentwurf, „müssten die Pflegeheime bis zu 80.000 Heimbewohnern kündigen, da die Heimkosten nicht gezahlt werden können“, heißt es weiter. Sollte der Anspruch auf Sozialhilfe für Heimbewohner abgeschafft werden, „stehen bis zu 80.000 Heimbewohner vor einer völlig unsicheren Zukunft“ sagte bpa-Präsident Bernd Meurer der „Bild“. „Alle Beteiligten benötigen dringend ein verlässliches Signal, dass die Sozialhilfeträger auch künftig die Kosten tragen“, so Meurer weiter.

(dts Nachrichtenagentur)

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