IndustrieanlageFoto: über dts Nachrichtenagentur

Studie: 40 Tage bezahlte Freizeit in der Industrie

Epoch Times23. August 2015 Aktualisiert: 23. August 2015 17:50

Industriebeschäftigte in Deutschland haben jedes Jahr im Durchschnitt 40 freie Tage, für die ihr Arbeitgeber Lohn bezahlt. Damit stehen sie im Vergelkich mit anderen europäischen Ländern an de Spitze. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Kölner Institut der Wirtschaft (IW) im Auftrag der Arbeitgeberverbände der bayerischen Metall- und Elektroindustrie angefertigt hat und die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z./Montagausgabe) vorliegt.

Unter die 40 bezahlten Tage fallen zum einen 30 Tage tariflicher Jahresurlaub und zum anderen durchschnittlich 10 Feiertage, die auf einen Werktag fallen. Deutschland liegt damit in einer europäischen Rangliste knapp vor Dänemark wo Industriebeschäftigte 39 Tage bezahlte Freizeit haben, wie die Studie weiter zeigt. Griechenland, die Niederlande und Großbritannien bewegen sich mit 34 bis 35 Tagen im Mittelfeld. Belgien, Portugal und eine Reihe osteuropäischer Länder liegen mit bis zu 30 bezahlten Urlaubs- und Feiertagen im unteren Bereich der Freizeitskala. In Deutschland erhalten die Beschäftigten der Studie zufolge unter dem Strich gut 16 Prozent ihres jährlichen Arbeitslohns für freie Tage. Nach Auffassung des Hauptgeschäftsführers der bayerischen Metall-Arbeitgeberverbände, Bertram Brossardt, zeigt sich darin eine zunehmende Belastung deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb: „Angesichts eines sehr hohen Entgeltteils, dem keine direkte Arbeitsleistung gegenübersteht, ist es für heimische Unternehmen weitaus schwerer als für Firmen aus anderen europäischen Ländern, Lohn- und Kostenerhöhungen durch entsprechende Produktivitätssteigerungen zu kompensieren“, sagte Brossardt. „Genau das ist aber derzeit unser Problem.“

(dts Nachrichtenagentur)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion