Immobilienverkäufe in SpanienFoto: über dts Nachrichtenagentur

Studie: Ungleichheit in Europa sinkt durch steigende Hauspreise

Epoch Times26. August 2015 Aktualisiert: 26. August 2015 21:39

Steigende Hauspreise, wie sie unter anderem wegen der lockeren Geldpolitik der Notenbanken derzeit in vielen Ländern zu beobachten sind, können zu weniger Ungleichheit führen. Das geht aus einer Studie hervor, die Wissenschaftler für die Deutsche Bundesbank erstellt haben und die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vorliegt. Demnach führt ein Anstieg der Immobilienpreise in Ländern wie Spanien, Portugal oder auch Finnland zu weniger Ungleichheit im Land, weil dort Wohneigentum auch in den mittleren und ärmeren Bevölkerungsschichten relativ verbreitet ist.

Diese Teile der Bevölkerung profitierten davon, wenn ihr selbst genutztes Haus im Zuge der sogenannten Vermögenspreisinflation an Wert gewinnt, berichtet die F.A.Z. (Donnerstagausgabe). Anders ist es der Studie zufolge in Deutschland: Hierzulande sinke die Ungleichheit kaum mit steigenden Immobilienpreisen, weil eine große Zahl von mittleren und ärmeren Familien zur Miete wohne. Der mittlere Haushalt in Deutschland, der sogenannten Medianhaushalt, profitiert der Studie zufolge von steigenden Hauspreisen sogar überhaupt nicht. In der Studie wird weiter untersucht, welche Auswirkungen steigende Kurse von Anleihen und Aktien auf die Verteilung von Vermögen in der Eurozone haben. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, steigende Aktienkurse führten in praktisch allen Eurostaaten zu mehr Ungleichheit, weil die vermögenderen Haushalte schlicht mehr Aktien hätten. Bei steigenden Anleihekursen hingegen sei kein vergleichbarer Effekt zu beachten. Die Autoren der Studie, der Mannheimer Wirtschaftsprofessor Klaus Adam und die Bundesbank-Statistikexpertin Panagiota Tzamourani, nutzten für ihre Untersuchung den sogenannten „Household Finance and Consumption Survey“, eine Statistik über Vermögen in Europa. Sie nahmen vereinfachend eine zehnprozentige Erhöhung der Vermögenspreise von Anleihen, Aktien und Immobilien an – verweisen jedoch darauf, dass ein geringerer Preisanstieg zwar zu quantitativ, aber nicht qualitativ anderen Ergebnissen führe.

(dts Nachrichtenagentur)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion