ThyssenKrupp nimmt Notkredit – und könnte schon bald an Chinas Baosteel verschachert werden

Von 24. Mai 2020 Aktualisiert: 24. Mai 2020 10:16
Der auf Anfänge vor fast 130 Jahren zurückblickende deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp musste im Zeichen der Corona-Krise einen Notkredit in Anspruch nehmen. Ein Verkauf wird immer wahrscheinlicher – und China ist auf "weltweiter Shopping-Tour", wie EU-Parlamentarier Manfred Weber sagt. Ein möglicher Investor ist Chinas regimegesteuerter Konzern Baosteel.

Zu den prominentesten Akteuren, die im Zuge der Corona-Krise einen Notkredit beantragen mussten, gehört der auf eine fast 130 Jahre alte Firmengeschichte zurückblickende Stahlkonzern ThyssenKrupp.

Dass sich der Konzern, der nur noch zu etwas mehr als 20 Prozent und damit unter der Sperrminorität im Eigentum der Krupp-Stiftung steht, in erheblicher wirtschaftlicher Schieflage befindet, scheint sich mittlerweile auch bis China durchgesprochen zu haben – und könnte dort Begehrlichkeiten wecken.

ThyssenKrupp schreibt weiter erhebliche Verluste

Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, geht selbst die Konzernchefin Martina Merz nicht davon aus, dass der Konzern, der derzeit mehr als 162.000 Menschen beschäftigt, in seiner derzeitigen Form weiterbestehen wird.

Der Konzern, der auf den Erwerb eines Kohlebergwerks in Duisburg durch den Industriellen August Thyssen im Jahr 1891 zurückgeht und seit der Fusion mit der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp im Jahr 1999 in seiner jetzigen Form besteht, gilt als das Herzstück der deutschen Schwerindustrie. Heute lasten Schulden in Höhe von 7,1 Milliarden Euro auf ihm, im ersten Quartal beliefen sich die Verluste auf 115 Millionen Euro. Corona-bedingt ist eine Verlängerung der Durststrecke auf unbestimmte Zeit zu erwarten.

Immerhin hat die Förderbank KfW dem angeschlagenen Branchenriesen eine Kreditlinie von einer Milliarde Euro als Notkredit eingeräumt. Das Problem: Ausgerechnet die Stahlproduktion in Europa steht massiv unter Druck. Billigkonkurrenz aus China, Rezession und politisch-ideologisch motivierte Auflagen im Zeichen des „Klimaschutzes“ sowohl an die Stahlindustrie selbst als auch an Abnehmer wie die Autoindustrie engen die Spielräume ein und könnten zum Aus für eine Vielzahl an Anbietern führen.

Deutsche Lösung möglich – aber auch Baosteel ist mit dran

Eine „deutsche Lösung“ in Form eines Zusammenschlusses mit Salzgitter ist Konzernchefin Merz zufolge möglich und man suche das Gespräch mit dem dortigen CEO Heinz Jörg Fuhrmann. Allerdings sei auch eine ganz andere Lösung denkbar – wie etwa den Verkauf des Konzerns an einen chinesischen Anbieter.

Wie das „Handelsblatt“ Anfang der Woche berichtete, gehört neben Schwedens SSAB und dem indischen Konzern Tata Steel Europa auch das zu knapp 78 Prozent im Besitz einer dem KP-Regime zuzuordnenden Holding stehende chinesische Unternehmen Baosteel zu den Interessenten, mit denen die ThyssenKrupp-Führung über eine gemeinsame Lösung sprechen will.

Merz zeigt sich in alle Richtungen offen, die „Bild“ zitiert sie mit der Aussage: „Ich habe schon oft erlebt, dass Lösungen zuerst auf Bedenken stoßen und dass sich das dann aber auch ändern kann.“

Weber: „Wer Notkredit nimmt, sollte nicht Chinas Shopping-Tour anheimfallen“

Der EVP-Fraktionschef im Europäischen Parlament, Manfred Weber, ist von dieser Idee wenig angetan – zumal der deutsche Steuerzahler es war, der über die KfW gerade den Konzern über Wasser gehalten habe.

„Gerade Firmen, die jetzt von staatlichen Hilfskrediten profitieren sind besonders in der Verantwortung“, meint Weber. Es sei ihm zwar klar, dass betriebswirtschaftlich gesehen ein chinesischer Einstieg kurzfristig Erleichterung bringen könne.

Das Problem seien die möglichen politischen Langzeitwirkungen, insbesondere vor dem Hintergrund der aggressiven chinesischen Einflusspolitik, die sich nicht zuletzt auf die globale Markteroberung durch regimegesteuerte Konzerne stützt.

Weber zu „Bild“: „Betrieblich kann eine chinesische Investition ja durchaus Sinn machen. Klar ist aber, dass sich China mit einer staatlichen Strategie und mit viel öffentlichem Geld auf weltweiter Shopping-Tour befindet. Und da müssen wir uns schützen. Wir müssen in Europa über ein Moratorium für chinesische Investitionen sprechen.“

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