Große Mehrheit des Mittelstands für Bestrafung der Autokonzerne – Zulieferfirmen entschädigen

Epoch Times6. August 2017 Aktualisiert: 6. August 2017 10:25
Die große Mehrheit des Mittelstands spricht sich für eine Bestrafung der Autokonzerne aus, die sich im Dieselskandal schuldig gemacht haben. "Es muss eine Rückkaufpflicht für Hersteller bei manipulierten, gewerblich genutzten Dieselfahrzeugen geben", fordert der Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft.

Die große Mehrheit des Mittelstands in Deutschland spricht sich für eine Bestrafung der Autokonzerne aus, die sich im Dieselskandal schuldig gemacht haben. Eine genaue Zahl wurde jedoch nicht veröffentlicht.

Zudem sollten Zulieferer für Nachteile durch das kürzlich aufgedeckte Auto-Kartell sowie mittelständische Kunden für die Wertverluste ihrer Fahrzeuge durch den Dieselskandal entschädigt werden.

Dies hat eine Umfrage des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft (BVMW) unter 1.300 Mitgliedern ergeben, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichtet.

Nur eine Minderheit von 13,8 Prozent der Befragten meint, dass die Konzerne nicht bestraft werden sollen, da dies dem gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland schaden würde.

Nach Ansicht des BVMW-Präsidenten Mario Ohoven sind die Kunden der manipulierten Dieselfahrzeuge in dem Abgas-Skandal die Verlierer. Mit Software-Updates und Umstiegsprämien allein sei eine Entschädigung deshalb nicht getan, sagte Ohoven den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Es muss eine Rückkaufpflicht für Hersteller bei manipulierten, gewerblich genutzten Dieselfahrzeugen geben.“

Mario Ohoven erklärte am 1. August: Unternehmen sind besonders betroffen

„Die Machenschaften der Autohersteller treffen nicht nur Privatverbraucher, sondern vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit besonderer Härte. Die Autokonzerne müssen daher auf dem Autogipfel in die Pflicht genommen werden und den Verbrauchern reinen Wein einschenken. Die Vorwürfe zur Kartellbildung und Abgasmanipulationen werfen etliche Fragen auf – Dieselfahrverbote sind allerdings die falsche Antwort“ erklärt der BVMW-Präsident Mario Ohoven.

So kämen Fahrverbote einer Enteignung von Betriebsvermögen gleich und gingen zu Lasten des Mittelstands.

Der Mittelstand ist „mehrfach vom Diesel-Skandal betroffen: Als Käufer von Fahrzeugen, mit denen man unter Umständen bald nicht mehr in Innenstädte fahren darf (somit eine Fehlinvestition), und als Zulieferer, denen die Preise vom Autokartell vorgegeben werden. Zudem leiden mittelständische Zulieferer unter sinkenden Autoverkaufszahlen.“ (dts)

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