Unternehmen rechnen mit steigender Arbeitslosigkeit wegen der Wirtschaftskrise

Epoch Times27. Mai 2020 Aktualisiert: 27. Mai 2020 13:53
Die meisten deutschen Arbeitgeber gehen davon aus, dass sie wegen der Wirtschaftskrise und der stagnierenden Nachfrage weitere Arbeitnehmer entlassen müssen. Nur in wenigen Branchen bedingt die Krise eine erhöhte Nachfrage nach Arbeitskräften mit spezieller Qualifikation.

Angesichts der massiven wirtschaftlichen Folgen des weltweiten Lockdowns gehen die deutschen Unternehmen weiter von sinkenden Mitarbeiterzahlen aus. Zwar stieg das Ifo-Beschäftigungsbarometer im Mai nach 86,3 Punkten im Vormonat auf 88,3 Punkte an, wie das Münchener Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Trotz dieses Anstiegs werde die Zahl der Entlassungen die der Einstellungen aber weiter übersteigen. „Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird somit zunehmen“, erklärte das Ifo.

Das Institut wertet für das Beschäftigungsbarometer monatlich rund 9000 Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors zu ihrer Beschäftigungsplanung für die nächsten drei Monate aus. Im April war das Beschäftigungsbarometer dabei auf ein historisches Tief gestürzt.

Industrie stark betroffen

Im Mai konnte es sich nun in drei der vier Sektoren wieder etwas erholen. Nur in der Industrie berichteten erneut mehr Unternehmen von tendenziell sinkenden Mitarbeiterzahlen. Am deutlichsten fiel der Anstieg des Barometers im Dienstleistungssektor aus, direkt gefolgt vom Handel. „In den meisten Branchen gibt es aber weiterhin eher Entlassungen“, erklärte das Forschungsinstitut. „Im Einzelhandel scheint es vor allem die Händler mit Kleidung und Mode zu treffen.“

Lichtblicke sind demnach momentan die Wirtschafts- und Steuerberater, sowie die Wirtschaftsprüfer, die wieder mehr Personal einstellen wollen. Gleiches gelte für den Nahrungsmittel-Einzelhandel sowie die Fahrrad-Händler. Letztere sehen laut Ifo-Institut auch eine „hohe Reparatur-Nachfrage“.

Die Gewerkschaft IG Metall warnte unterdessen vor einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Autoindustrie und den von ihr abhängenden Unternehmen. „Diejenigen, die bei den Herstellern selbst arbeiten, haben wir über Tarifverträge recht gut abgesichert. In Gefahr sind vor allem diejenigen, die für Zulieferbetriebe arbeiten“, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. „Rund zehn Prozent der Betriebe in unseren Branchen sind bereits jetzt akut von Insolvenz bedroht. Das trifft über 100.000 Beschäftigte, die schnell in die Arbeitslosigkeit fallen könnten.“ (afp/al)

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