VDA: Autoindustrie in beispielloser Krise – Klima steht jetzt nicht auf der Tagesordnung

Epoch Times3. April 2020 Aktualisiert: 3. April 2020 10:56
Die Corona-Krise trifft die Autobranche als deutsche Schlüsselindustrie hart. Sie befindet sich ohnehin in einer schwierigen Lage. Der Branchenverband warnt vor zusätzlichen Belastungen. An erster Stelle aber stehe Krisenmanagement.

Der Verband der Automobilindustrie sieht die Branche infolge der durch die Corona-Krise endgültig ausgelösten Wirtschaftskrise schwer unter Druck. „Wir stehen vor einer Herausforderung in bisher nie gekanntem Ausmaß“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller der Deutschen Presse-Agentur.

„In dieser einmaligen Ausnahmesituation ist Krisenmanagement gefragt, nicht das Führen von politischen Debatten.“ Mit Blick auf mögliche strengere CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene nach 2030 sagte Müller, weitere und zusätzliche Belastungen verstärkten in einer solchen Zeit die Herausforderungen und kosteten Zukunft. „Wir müssen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise daher erst seriös bewerten, bevor wir über mögliche zusätzliche Belastungen sprechen.“

Branche will keine zusätzlichen Regulierungen durch EU

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtete, Verbände und Konzerne forderten von der Europäischen Kommission,  Pläne für härtere Grenzwerte zu kippen. Die Industrie habe bei einem Krisengespräch mit Kanzlerin Angela Merkel, Bundesministern und führenden Branchen- und Gewerkschaftsvertretern Rückendeckung der Regierung gefordert.

Müller machte deutlich, die Autoindustrie versuche nicht, aktuelle EU-Ziele bei CO2-Grenzwerten aufzulockern oder deren Umsetzung zu verschieben. „Die deutsche Automobilindustrie teilt die Vision eines klimaneutralen Verkehrs bis 2050.“ Die von der EU erst 2018 verabschiedeten strengen CO2 Ziele für 2021 und 2030 würden gelten und von der Automobilindustrie ausdrücklich unterstützt. Anderslautende Behauptungen stellten falsche Zusammenhänge her.

Hintergrund sind die Pläne der EU-Kommission, in einem „Green Deal“ bis 2050 der erste „klimaneutrale“ Kontinent der Erde zu werden. Im Zuge dessen könnten Klima-Vorgaben für die Autoindustrie noch einmal verschärft werden.

Klima nicht auf der Tagesordnung

Das Thema stehe nicht auf der Tagesordnung, sagte Müller. Forschung und Entwicklungsinvestitionen, die nötig seien, damit die geltenden und sehr herausfordernden CO2-Vorgaben der EU eingehalten werden könnten, würden auch in Zeiten der Krise so weit wie möglich vorangetrieben. Im Fokus der Automobilindustrie stehe aber die Bewältigung der Corona-Krise. „Es geht darum, den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten, die Lieferketten zu stabilisieren und den Betrieb in Zeiten von Corona so weit wie möglich zu sichern.“

Die Branche legt am Freitag aktuelle Absatzzahlen vor. Wegen der Corona-Krise produzieren viele Fabriken nicht mehr, viele Händler mussten ihre Geschäfte schließen, die Nachfrage in vielen Märkten ist eingebrochen. Die Autoindustrie befindet sich ohnehin in einem schwierigen Umbruch hin zu alternativen Antrieben, dazu kommt der digitale Wandel.

Klima-Lobby unterstellt Autobranche „Zurückdreh-Versuche“

Der Umweltverband BUND warnte die Autobranche davor, die Coronakrise auszunutzen, um beschlossene Fortschritte für den Klimaschutz wieder zurückzunehmen. Verkehrsexperte Jens Hilgenberg sagte der dpa, zudem müsse sich die Bundesregierung in jedem Falle verkneifen, große, schwere Autos mit Verbrennungsmotoren zu fördern. Schon die Abwrackprämie im Zuge der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren habe nicht die sparsamsten und umweltfreundlichsten Autos gefördert. „Solche Fehler dürfen sich nicht wiederholen.“ (dpa)

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Die Anhänger der Theorie des „menschengemachten Klimawandels“ behaupten, dass diese Schlussfolgerung durch wissenschaftlichen Konsens erreicht wurde oder bereits wissenschaftlich abgesichert ist – doch dem ist nicht so. Für einige Umweltschützer gelten Menschen, die diese Schlussfolgerung ablehnen, nicht nur als wissenschaftsfeindlich, sondern auch als Anti-Humanisten. Der Physiker Michael Griffin, ein ehemaliger NASA-Administrator, sagte in einem Interview mit National Public Radio (NPR) im Jahr 2007:

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