Stellenabbau auch in der Windindustrie: Im Jahr 2017 wurden 26.000 Arbeitsplätze abgebaut

Epoch Times14. August 2019 Aktualisiert: 14. August 2019 16:10
Auch die Beschäftigungszahlen im Bereich Windenergie sanken. "Im Bundeswirtschaftsministerium steht alles still, auch die Arbeitsgruppe Akzeptanz, vor über einem Jahr gegründet, hat null Ergebnisse zu verzeichnen", erklärt Lorenz Gösta Beutin, Klima- und Energiepolitiker der Linke-Fraktion.

Die deutsche Windkraft-Branche hat im Jahr 2017 insgesamt 26.000 Stellen abgebaut. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion hervor. Die „Welt am Sonntag“ berichtet darüber.

Demnach nahm die Bruttobeschäftigung im Bereich Windenergie an Land von 133.800 Personen im Jahre 2016 bis Ende 2017 auf 112.100 ab. Die Beschäftigtenzahl im Bereich Offshore-Windkraft sank von 27.200 Personen auf 23.000.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, liegen zur Beschäftigungssituation bei den erneuerbaren Energien mangels eindeutiger Abgrenzbarkeit der einzelnen Bereiche keine vollständigen Angaben aus der amtlichen Statistik vor.

Das Ministerium lasse die Bruttobeschäftigung differenziert nach Technologien allerdings durch Gutachter im Rahmen von Forschungsvorhaben ermitteln. „Die Zahlen sind bestürzend: In nur einem Jahr sind in der Windindustrie insgesamt 26.000 Arbeitsplätze abgebaut worden und damit mehr als insgesamt in der Braunkohle beschäftigt sind“, kommentierte Lorenz Gösta Beutin, Klima- und Energiepolitiker der Linke-Fraktion die Zahlen.

„Damit ist die Beschäftigungssituation bei Windenergie an Land um circa fünf Jahre zurückgefallen.“ Der Politiker erwartet ein weiteres Absinken der Beschäftigtenzahlen in den Jahren 2018 und 2019.

„Es wäre die Aufgabe der Bundesregierung, diese Abwärtsentwicklung sofort zu stoppen und gute Rahmenbedingungen für die Windenergieindustrie zu schaffen sowie für Akzeptanz durch Beteiligung vor Ort zu sorgen“, erklärte Beutin: „Doch im Bundeswirtschaftsministerium steht alles still, auch die Arbeitsgruppe Akzeptanz, vor über einem Jahr gegründet, hat null Ergebnisse zu verzeichnen.“ (dts)

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