Windkraftanlagenbauer Senvion steckt in der Krise

Epoch Times24. Februar 2019 Aktualisiert: 24. Februar 2019 17:43
Der Windkraftanlagenbauer Senvion S.A. hat ein Finanzierungsproblem. Große deutsche Konstruktions- und Fertigungsstandorte sind im schleswig-holsteinischen Osterrönfeld und in Bremerhaven.

Der unter einem schwierigen Branchenumfeld leidende Windkraftanlagenbauer Senvion S.A. schlittert tiefer in die Krise.

Es laufen Gespräche mit dem Hauptaktionär, den Kreditgebern und anderen Finanzierungsquellen, um die Finanzierung der Gesellschaft sicherzustellen, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. Um die Gespräche zu unterstützen, sei ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben worden, das im zweiten Quartal vorliegen solle. Ein solches Gutachten wird oftmals auf Forderung von Banken hin erstellt.

Die eigentlich für den 14. März geplante Vorstellung des Jahresberichts wird daher laut den Angaben verschoben. Bekannt ist bereits, dass es 2018 alles andere als rund lief. So musste Senvion erst in der vergangenen Woche wegen Lieferproblemen bei seiner Jahresprognose erneut zurückrudern.

Seit Mai 2018 ging es bei der Aktie um 90 Prozent abwärts

Nach einer vorläufigen Prüfung dürften im Jahr 2018 ein Umsatz von rund 1,45 Milliarden Euro und eine bereinigte operative Gewinnmarge (Ebitda-Marge) von 3 Prozent erzielt worden sein, hieß es. Zuvor waren ein Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro und eine Marge von 5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Die Aktie brach daraufhin weiter ein. Allein seit Mai 2018 ging es um rund 90 Prozent abwärts.

Die Luxemburger Senvion S.A. ist die Holding-Gesellschaft, der auch die Hamburger Senvion GmbH gehört. Große deutsche Konstruktions- und Fertigungsstandorte sind im schleswig-holsteinischen Osterrönfeld und in Bremerhaven.

Wie auch die Konkurrenz leidet Senvion unter einem harten Konkurrenzkampf und schrumpfender Profitabilität. Vor allem bei der Windenergie an Land ist der Markt zunehmend gesättigt, und Subventionen werden heruntergefahren. Ausschreibungen für neue Anlagen finden mittlerweile häufig über eine Auktion statt, was die Preise drückt. (dpa)

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