Zeitung: Kartellamt verhindert Projekt gegen Urheberrechtsverletzungen

Epoch Times21. April 2015 Aktualisiert: 21. April 2015 17:11

Eine Initiative von Rechteinhabern und Werbewirtschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Werbung auf Online-Portalen zu verhindern, die Urheberrechte verletzen, ist am Widerstand des Bundeskartellamts gescheitert. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf die Initiative, der Organisationen wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, der Bundesverband Musikindustrie und der Börsenverein des deutschen Buchhandels angehören. Ziel der Initiatoren des Projekts war es, eine so genannte „Hinweisstelle Online-Werbeschaltung und Urheberrecht (HOWU)“ ins Leben zu rufen.

Deren Aufgabe wäre es gewesen wäre, eine Liste mit einschlägigen Piratenportalen zusammenzustellen. Im September 2013 kontaktierte die Initiative erstmals das Kartellamt. Nach Angaben der Initiatoren äußerten die Wettbewerbshüter zunächst die Vermutung, die HOWU könne ein Instrument der Selbstjustiz sein, schreibt das „Handelsblatt“. Später hätten sie zudem die Beteiligung der Werbewirtschaft an dem Vorhaben kritisiert. Es bestehe der Verdacht, dass es sich bei dem Bündnis um eine verbotene Vereinbarung im Sinne des Kartellrechts handele. Da die Initiatoren keine Chancen sahen, dass ihr Projekt genehmigt wird, brachen sie ihre informellen Kontakte mit der Behörde ab, schreibt die Zeitung weiter. Das Kartellamt bestätigt die Gespräche, will sich zu deren Inhalt aber nicht äußern.

(dts Nachrichtenagentur)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion