Bauernverband gegen Lebensmittelampel für Zucker, Fett und Salz

Epoch Times16. Juni 2018 Aktualisiert: 16. Juni 2018 18:12
"Eine Ampel führt nicht zur gesunden Ernährung, sondern eher zu einer Fehlernährung", erklärt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes und will keine Ampelkennzeichnung für Zucker, Fett und Salz.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat Forderungen der Verbraucherschutzminister zur Einführung einer Ampelkennzeichnung für Zucker, Fett und Salz eine Absage erteilt. „Eine Ampel führt nicht zur gesunden Ernährung, sondern eher zu einer Fehlernährung“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Samstag.

Es bestehe die Gefahr, dass insgesamt mehr „grün“ gekennzeichnete Lebensmittel gegessen werden müssten, da Lightprodukte in gleicher Menge nicht satt machen würden.

„Es wäre doch verrückt, wenn der Apfelsaft wegen seines natürlichen Zuckergehalts oder die Milch wegen ihres ernährungsphysiologisch hochwertigen Milchfettes mit Rot gekennzeichnet würde, während weniger hochwertige Designlebensmittel ein Grün erhalten“, erklärte der Bauernpräsident.

Wichtiger als eine Ampelkennzeichnung sei stattdessen die frühzeitige Vermittlung von Wissen über Ernährung.

Rukwied wandte sich damit gegen Forderungen der Verbraucherschutzminister der Bundesländer, die bei ihrer Konferenz der vergangenen Tage vom Bund die Einführung eines solchen Ampelsystems gefordert hatten.

Für Verbraucher müsse „schnell und einfach erkennbar sein, welche Nährwerte in dem Produkt stecken“, damit sie eine bewusste Kaufentscheidung treffen könnten, hieß es zur Begründung. (afp)

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