Flixbus bekommt in Deutschland jetzt Konkurrenz durch BlaBlaBus – Europa-Ausbau geplant

Epoch Times24. Juni 2019 Aktualisiert: 24. Juni 2019 18:46
Flixbus bekommt Konkurrenz durch das französische Unternehmen BlaBlaCar. Unter dem Namen BlaBlaBus fahren ab Montag Fernbusse des Unternehmens auf fünf Strecken, im Juli sollen zehn weitere Ziele hinzukommen.

Konkurrenz für Flixbus: Das französische Unternehmen BlaBlaCar bietet unter dem Namen BlaBlaBus seit Montag Reisen mit Fernbussen in Deutschland an. Zunächst fahren die Busse auf fünf Strecken rund 20 Ziele in Deutschland an, wie BlaBlaCar am Montag in Berlin mitteilte. Im Juli sollen zehn weitere Ziele hinzukommen.

Das Unternehmen wirbt mit Aktionspreisen ab 99 Cent und verspricht „mehr Dynamik im Wettbewerb und eine größere Auswahl auf dem deutschen Fernbusmarkt“.

Die ersten fünf Verbindungen führen von Frankfurt am Main über Leipzig nach Berlin, von Dresden über Berlin und Hamburg nach Bremen, von Berlin nach München, von Berlin nach Düsseldorf und von Hamburg nach Düsseldorf. Als weitere Ziele ab Juli nennt BlaBlaBus zum Beispiel Stuttgart, Münster, Karlsruhe und Mannheim. Wie bei Marktführer Flixbus fahren auch für BlaBlaBus lokale Busunternehmen.

Den Kunden verspricht das Unternehmen Busse mit Klimaanlage, Steckdosen und WLAN. Die Busunternehmen seien „nach strengen Qualitäts- und Sicherheitskriterien“ ausgewählt worden.

Noch in diesem Jahr bis zu 70 Linien in Europa

BlaBlaBus soll europaweit ausgebaut werden, wie der Mitgründer von BlaBlaCar, Nicolas Brusson, in Berlin sagte. Noch in diesem Jahr sollen demnach bis zu 70 Linien in Europa eingeführt werden. In Frankreich werden laut Brusson derzeit 45 Städte von BlaBlaBus angefahren.

BlaBlaCar ist der führende Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Europa; im Jahr 2015 kaufte das Unternehmen die Angebote mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de. Der Name BlaBlaCar beschreibt dabei die Gesprächigkeit der Fahrer und Mitfahrer, die in ihrem Profil ihren Hang zum Plaudern einstufen und so gleichgesinnte Mitreisende finden können.

2018 reisten nach Unternehmensangaben rund 50 Millionen Passagiere mit von BlaBlaCar vermittelten Mitfahrgelegenheiten. Insgesamt ist das Unternehmen in 22 Ländern aktiv.

Flixbus: „Sind harten Wettbewerb gewohnt“

Deutschlandchef Christian Rahn erklärte am Montag, mit der Kombination von Fernbussen und Mitfahrgelegenheiten könne das Unternehmen „neue Vorteile und Services“ bieten. Er sei zuversichtlich, dass BlaBlaBus sich schnell am Markt etablieren könne.

Der Flixbus-Betreiber Flixmobility reagierte indes gelassen auf den Markteintritt des Konkurrenten. „Wir sind harten Wettbewerb gewohnt und es wird sich noch zeigen, inwieweit BlaBlaCar – bisweilen vornehmlich als Mitfahrgelegenheit aktiv – anpassungsfähig genug ist, um auf diesen sich schnell wandelnden Markt zu reagieren und für den Kunden ein flächendeckendes und innovatives Angebot anzubieten“, erklärte Geschäftsführer André Schwämmlein.

Hierbei zählten „Flexibilität, Geschwindigkeit und die Fähigkeit im Wettbewerb gegen Bahn-, Flugverkehr aber vor allem das eigene Auto zu bestehen“, sagte Schwämmlein. Flixbus kam im vergangenen Jahr nach Unternehmensangaben auf rund 45 Millionen Fahrgäste. (afp)

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