Bundesregierung steht vor einer Mammutaufgabe

Die Zahl der Rentner steigt immer weiter an. Gleichzeitig reduziert sich die Zahl der Menschen, die arbeiten und in die Rentenkassen einzahlen. Die Alterspyramide verschiebt sich zunehmend, was eine Verschlechterung der Situation mit sich bringt. Es ist ein schweres und nahezu unendliches Thema für die Politiker. Die Unterschiede der Parteien sind nicht von der Hand zu weisen und zeigen sich bei den Debatten.

Politiker in der Zwickmühle

Die Diskussionen über die Renten stehen bereits seit Jahren auf dem Tisch der Koalition. Da die Aufgabe schier unlösbar scheint, meist nur die notwendigsten Entscheidungen getroffen und der Rest vertagt. So muss der Staat entlastet und gleichzeitig den Rentnern eine finanzielle Sicherheit gegeben werden. Durch die Tatsache, dass immer weniger Menschen in die Rentenkassen einzahlen und zugleich mehr Menschen damit bedient werden sollen, ergibt sich die Problematik von alleine. Die Politiker sind sich darüber einig, dass die Menschen, die ihr Leben gearbeitet haben, mit einer sicheren und im Idealfall ausreichenden Rente belohnt werden. Die Theorie ist allerdings nicht mit der Praxis zu vergleichen. Die Industrie mischt sich ebenfalls in die Debatte ein, da diese bezüglich der Steuern thematisiert werden. In diesem Bereich zeigen sich weitere Probleme, die nicht so einfach zu lösen sind. Bei allen Vorschlägen, die bei den Verhandlungen aufkommen, muss überlegt werden, ob sich diese in der Praxis umsetzen lassen. Ein weiteres Problem zeigt sich bei den Nettoeinkommen der jungen Generation. Hierbei muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass ein Lebensunterhalt, ob alleine oder mit Familien, ohne staatliche Hilfen möglich ist.

CDU und SPD unterschiedlicher Ansicht

Durch ihren Posten als Bundeskanzlerin liegt die größte Verantwortung bei Angela Merkel. Allerdings darf diese die Entscheidung nicht alleine treffen. Alle Beschlüsse sind eine Zusammenarbeit der gesamten Koalition. Daher kommt es auf die Meinungen aller Politiker an, die im Bundestag sind und vor allem die Mitglieder und Parteien der Koalition. In diesem Punkt zeigen sich die größten Unterschiede zwischen CDU und SPD. Während die SPD eine Rentensicherung bis 2040 wünscht, ist es für die CDU im ersten Schritt ausreichend, wenn das Rentenniveau bis 2025 geklärt ist. Es ist nicht nur auf den Betrag zu achten, der an die Rentner ausbezahlt wird, sondern auch die Einnahmen, die direkt in die Rentenkassen fließen. Die fehlenden Summen müssen anderweitig durch Steuergelder ausgeglichen werden. In den letzten Jahren ist diese Summer erheblich angestiegen. Eine Prognose, wie sich die Zahlen der Rentner und der Einnahmen der Rentenkassen, aber auch die Kaufkraft des Geldes entwickelt, ist über einen solch langen Zeitraum nur ohne Gewähr möglich.

Unternehmen sollen finanziellen Ausgleich schaffen

Bei den Debatten um die Rente und die weitere Sicherstellung der Rentenhöhe, kommt immer wieder die Industrie ins Spiel. So sollen in Zukunft Unternehmen steuerlich belastet beziehungsweise höher belastet werden, die aktuell wenig Steuern zahlen müssen. Laut den Politikern betrifft dies einige Unternehmen, die eine enorme Größenordnung aufzuweisen haben. Zugleich handelt es sich um Unternehmen, deren Gewinn in den kommenden Jahren durch die Veränderung des Kaufverhaltens, gesichert ist. Diese Summen sollen für die Aufstockung der direkten Einzahlungen in die Rentenkassen zu den tatsächlichen Ausgaben ausgleichen. Die Industrie hat allerdings eine andere Einstellung zu dieser Thematik. So hat die Wirtschaft in den letzten Jahren einen erheblich Aufschwung zu verzeichnen. Dieser ist in den letzten neun Jahren immer weiter angestiegen. Dadurch sind die Steuereinnahmen der Bundesregierung deutlich gestiegen. Im gleichen Zug wurden die Steuerbelastungen einiger Unternehmen, abhängig von der Branche, erhöht. Damit die deutschen Unternehmen mit der internationalen Konkurrenz mithalten können, muss über eine steuerliche Entlastung nachgedacht werden, anstelle einer Erhöhung. Nur so können die Standorte in Deutschland bleiben und die Produktionskosten und somit die Endpreise der Waren reduziert werden.

Wirtschaft stärken bringt langfristige Erfolge

Es sollte in der Bundesregierung nicht über die Ergebnisse, sondern vor allem über die langfristigen Wege diskutiert werden. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um Sozialgeschenke handelt, die nicht oder nur bedingt durch die Bevölkerung und die Steuern zu stemmen sind oder um tatsächliche Möglichkeiten, die sich durch die aufstrebende Wirtschaft ergeben. Um eine stabile Rente über Jahre zu ermöglichen, müssen die Unternehmen und allem voran die Wirtschaft gestärkt werden. Nur so lassen sich höhere Löhne und mehr Arbeitnehmer erreichen. Dies sind die Möglichkeiten, um die Einzahlungen in die Rentenkassen zu gewährleisten. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob es sich um einheimische oder ausländische Arbeitnehmer handelt. Entscheidend ist allerdings, dass alle Menschen gleich gesetzt werden. Dies bedeutet, dass unabhängig von der Nationalität und des Wohnorts eine Einzahlung in die Rentenkassen und anderen sozialen Einrichtungen vorzunehmen sind. Die einzige Bedingung hierfür ist ein Arbeitsplatz in Deutschland. Viele Arbeitnehmer zahlen deutlich mehr in die Rente ein als es ihre Arbeitgeber machen. Ohne zusätzliche Leistungen beläuft sich die Aufteilung je zur Hälfte. Riester Rente und vergleichbare Angebote sind freiwillig und müssen ausschließlich durch den Arbeitnehmer bedient werden.

Private Absicherung zu empfehlen

Bereits seit vielen Jahren wird den Menschen nahe gelegt, dass über eine private Absicherung für das Alter nachgedacht wird. Hierbei stellt sich allerdings die Frage, wie das Geld für eine private Absicherung herangeschafft werden soll. Ebenfalls ist darüber nachzudenken, wie diese finanzielle Absicherung gestaltet sein soll. Der Klassiker sind private Rentenversicherungen oder Kapitallebensversicherungen. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass auch Grundstücke und ein Eigenheim eine Vorsorge darstellen. Unabhängig von der Auswahl ist die finanzielle Altersvorsorge mit Kosten verbunden. Je früher mit der Einzahlung begonnen wird, desto geringer sind die monatlichen Belastungen. Sportwetten und ähnliches stellen eine Möglichkeit dar, Geld für das Alter heranzuschaffen. Jedoch sollte eine bewusste Auswahl des Anbieters und der Sportart getroffen werden. Jeder, der sich für diesen Schritt entscheidet sollte sich darüber im Klaren sein, dass Wetten nicht heißt, dass der gesamte Lebensunterhalt damit bestritten werden kann (Quelle: sportwetten.net). Wetten sind allerdings kein Muss. Je nach Beruf und Branche ist es möglich bei einem sparsamen Lebensstil Geld für das Alter und Älterwerden zu sparen. Das Renteneintrittsalter steigt stetig, was sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Daher sollte die Situation im Auge behalten und eine private Vorsorge ins Auge gefasst werden. (kr)

Quelle: https://www.epochtimes.de/wirtschaft/verbraucher/bundesregierung-steht-vor-einer-mammutaufgabe-a2623851.html