Foto: William Thomas Cain/Getty Images

Corona-Krise macht Spielbanken zu schaffen

Epoch Times6. Mai 2020 Aktualisiert: 11. August 2020 16:04
Die Corona-Krise trifft viele Firmen. Auch die Branche der Spielbanken darf aktuell nicht öffnen und fährt hohe Verluste ein. Doch wie ist die Lage aktuell im Detail?

Corona setzt vielen Betrieben massiv zu. Die Gastronomie und das Hotelgewerbe befürchten unzählige Insolvenzen. In diesen Bereich fallen natürlich auch Spielbanken. Auch sie haben seit Wochen geschlossen und bislang ist kein Ende in Sicht, zumindest nicht, bis auch die Gastronomie wieder öffnen darf. Vielerorts litten die Spielbanken schon vor der Krise erheblich. Aber wie ernst ist die Lage und was lässt sich in Bezug auf die Zukunft der Branche sagen?

Wie sieht der Spielbankenmarkt in Deutschland aus?

In Deutschland gibt es bislang ein großes Angebot auf dem Markt. Generell muss allerdings zwischen der Spielbank und der Spielhalle unterschieden werden. Spielbanken sind Casinos, die das klassische Spiel mit dem Automatenspiel vereinen. Spielhallen hingegen spezialisieren sich auf das elektronische Spiel, also auf Automaten und digitalem Roulette.

Deutschlandweit bekannt sind die Casinos, die stets zu den Spielbanken eines Bundeslands gehören: Die Spielbank Garmisch-Partenkirchen, die Spielbanken Berlin. Hinzu kommen die Spielhallen, die die meisten aus ihrer Umgebung kennen. Oft gehören sie zu einer Herstellerkette. Spielbanken bieten ein besonderes Flair, die Spielhallen dienen besonders der Unterhaltung. Wer mehr darüber wissen möchte, findet hier die beste Übersicht.

Aktuell keine Einnahmen

Momentan generieren Spielbanken oder Spielhallen dieselben Einnahmen, wie jede Eckkneipe, Hotels und Restaurants: Keine. Somit ist deutlich, dass auch die Casinos unter der Corona-Krise leiden. Etliche Spielstätten litten bereits durch den Glücksspielstaatsvertrag, andere standen wegen diesem kurz vor dem Aus, durften aber noch weitermachen, da die jeweiligen Städte nicht reagierten. Aber wie sieht es genau aus?

  • Kurzarbeit – Mitarbeiter in der Glücksspielindustrie fallen natürlich auch unter die Kurzarbeitregelung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Großteil der Spielbanken die 100-Prozent-Regelung nutzt.
  • Hilfen – natürlich können Spielbanken und Spielhallen Kredite aufnehmen. Das Problem mit diesen ist nur, dass sie zurückgezahlt werden müssen und das Problem mitunter nur verzögern. Die Automatenwirtschaft fordert bereits Staatshilfen für Spielbanken, die massiv getroffen werden.
  • Kosten – auch Spielbanken können aktuell versuchen, die Gebäudepacht zu stunden. Ob dies funktioniert, hängt immer vom Verpächter ab. Aber auch die gestundete Miete muss im Nachhinein voll bezahlt werden. Je nach Vertragslage haben die Betriebe eventuell die Chance, die Miete von Automaten zurückzustellen.

Die Situation für Spielbanken ist aktuell schon als drastisch zu bezeichnen. Die Frage ist auch, ob die Einnahmen wieder generiert werden können, wenn eine Öffnung möglich ist. Es ist gut möglich, dass Spieler daheimbleiben, weil ihnen die Lage persönlich zu unsicher ist. Andere haben vielleicht das Online-Glücksspiel für sich entdeckt und ersetzen dadurch das Spiel im Casino.

Besonders tragisch ist dies für die großen Spielbanken, die neben dem Casinobereich einen Gastronomiebereich bewirtschaften. Beide Abschnitte sind aufgrund der Krise geschlossen – und aktuell ist noch nicht sicher, wann einer der Bereiche geöffnet werden darf. So lange fahren die Geschäfts hohe Verluste ein.

Fazit – im Boot mit Hotels und der Gastronomie

Spielbanken haben es durch Corona so schwer, wie die Gastronomie und Hotels. Die Gastronomie kann zumindest noch außer Haus liefern; das Online-Spiel steht den Spielbanken in Deutschland aufgrund fehlender Lizenzen jedoch nicht offen, sodass es keinen Ausweichplan gibt. Aktuell ist nicht in die Bücher zu sehen, doch es ist durchaus wahrscheinlich, dass etliche Spielbanken nicht mehr öffnen oder in den nächsten Monaten ihre Türen schließen – dann ohne Anweisung, dafür aus Geldmangel.


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