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Digitale Wallets – Die Zukunft unseres Geldes

Epoch Times4. März 2022 Aktualisiert: 4. März 2022 10:12

Der Begriff Wallet kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt nichts anderes als Geldbörse. Im Neudeutschen findet der Begriff jedoch nun eine ganz neue Bedeutung und wird meist zusammen mit Worten wie „digital“, „elektronisch“ (auch einfach nur das Präfix „E“) oder „virtuell“ genannt. Gemeint ist dabei ein Zahlungstool für den Onlinehandel. Die Wallet speichert digital also Informationen wie Kreditkartendaten und vereinfacht damit den Bezahlvorgang im Internet. Darüber hinaus lassen sich hier, ganz wie in einer alten Börse, digitale Tickets und eVoucher abspeichern und von hier aus online nutzen. Vermehrte Anwendung finden digitale Wallets seitdem die Kryptowährungen ihren Aufschwung erleben. Einmal geschürft, gekauft oder gehandelt, müssen die digitalen Münzen irgendwo abgelegt und sicher bis zu ihrem erneuten Einsatz verwahrt werden. Es gibt einige verschiedene digitale und virtuelle Wallets, die sich durchaus unterscheiden.

Online Wallets

Eine der ersten Online Wallets war PayPal als Entwicklung vom Online Auktionshaus eBay. Sinn war es, das Bezahlen der ersteigerten Ware für die Kunden so einfach wie möglich zu gestalten. Kunden konnten so ihre Bank- und/oder Kreditkartendaten dort speichern und ihre Ware direkt auf diesem Wege bezahlen.

Um Kryptowährungen kaufen zu können, benötigt man zunächst auch einen sicheren Ort, um diese lagern zu können. Viele Plattformen und Broker wie beispielsweise eToro, auf denen mit Kryptos gehandelt wird, bieten bereits ein Online Wallet mit an. In diesem sogenannten online Krypto Wallet wird der Schlüssel der Kryptowährung gespeichert. Von hier aus kann dann mit der erworbenen Kryptowährung gezahlt werden. Diese Speicherung und Nutzungsmethode erfolgen ausschließlich online.

Hardware Wallets

Hardware Wallets werden auch Cold Wallets genannt. Diese sehen aus wie kleine USB-Sticks und haben alle Informationen, die im Wallet vorhanden sind, offline gespeichert. Diese Speichermethode gilt bisher als die sicherste, da man nur Zugriff auf die gespeicherten Daten hat, wenn man das Hardware Wallet mit einem Computer verbindet. Hacker haben somit weniger Möglichkeiten, auf die Daten zuzugreifen und diese zu stehlen. Daher eignet es sich besonders für diejenigen, die Kryptowährungen als eine Art Wertanlage gekauft haben und diese über einen längeren Zeitraum verwahren möchten, um vom Wertanstieg profitieren zu können. Wer regelmäßig mit der Kryptowährung bezahlen und in kürzeren Zeitabständen handeln möchte, sollte sich eine Alternative suchen.

Mobile Wallets

Mobile Wallets gewinnen immer stärker an Popularität je weiter die Digitalisierung voranschreitet. Spitzenreiter der Mobile Wallet Apps sind Apple Pay und Google Pay, mit denen man mittlerweile sogar in analogen Shops in Einkaufszentren und Innenstädten bezahlen kann. Das mobile Shopping ist ebenso enorm vereinfacht, sodass selbst Konzertkarten, die über die App gekauft und bezahlt wurden in dieser App als eTickets abgespeichert und abgerufen werden können. Ein riesiger Vorteil ist, dass das Smartphone aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist und damit die Mobile Wallet in seiner Funktion ebenfalls immer dabei ist.

Es gibt bereits einige Ländern, wie die USA, wo die digitale Wallet die analoge Geldbörse weitestgehend ersetzt. Besonders die Mobile Wallet ist stark auf dem Vormarsch, da die Anwendung enorm einfach ist und das Gerät außerdem stets mit dabei. Die Zukunft unseres Umgangs mit dem Geld – unabhängig ob Krypto- oder Fiat-Währung – wird definitiv von digitalen Wallets mitbestimmt werden.



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