Restaurants sind Veränderungen ausgesetzt

Epoch Times3. September 2018 Aktualisiert: 3. September 2018 10:38
Es gibt viele Branchen, die Veränderungen unterworfen sind. Allerdings ist zu beobachten, dass ein Teil, wenn auch nur einen geringen Teil, selbst in die Wege geleitet wurde. Die Reaktionen der Bevölkerung sind anfangs oftmals mit Kritik verbunden.

Es gibt viele Branchen, die Veränderungen unterworfen sind. Allerdings ist zu beobachten, dass ein Teil, wenn auch nur einen geringen Teil, selbst in die Wege geleitet wurde. Die Reaktionen der Bevölkerung sind anfangs oftmals mit Kritik verbunden. Hierbei ist zu beobachten, dass sich nach einiger Zeit viele Menschen keine Gedanken mehr machen und somit die Veränderungen akzeptieren.

Rauchfrei essen

Angefangen hat alles vor vielen Jahren als seitens der Bundesregierung das Rauchverbot in den Restaurants eingeführt wurde. Dies war zu dieser Zeit die größte Veränderung. Allerdings zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während in Bayern das Rauchen gänzlich verboten ist, ist in anderen Bundesländern eine räumliche Trennung ausreichend. Eine Ausnahme zeigt sich bei geschlossenen Gesellschaften. Mit einer entsprechenden Kennzeichnung ist es den Wirten selbst überlassen, ob Rauchen gestattet oder verboten ist. Mit wenig Verständnis der Gäste haben sich die Zahl der Gäste und Reservierungen verringert. Nach einigen Monaten hat sich die Zahl wieder erholt und ist seither auf einem gleichbleibenden Niveau. Sowohl Raucher und vor allem Nichtraucher und Familien schätzen die frische Luft in den Gasträumen und das erholsame Essen.

Besuch mit Folgen

Ein Besuch in einem verrauchten Restaurant ist immer mit Folgen gewesen. Es war oftmals ausreichend, wenn sich ein Raucher in den Räumlichkeiten aufgehalten hat. Nach dem Verlassen des Restaurants konnte man es selbst und die gesamte Umgebung riechen. Die Kleidung roch immer nach Zigarettenrauch. Dies hatte zur Folge, dass die Kleidung immer gewaschen werden musste. Lüften war nicht immer ausreichend. Gerade bei dicken Jacken und empfindlichen Materialien wurde dies, zurecht, als sehr unangenehm empfunden. Durch das einheitliche Rauchverbot und die Ausweisung des Gasthauses, ob Rauchen gestattet ist oder nicht, kann dies verhindert werden. Gleiches gilt für Bars und Kneipen zu. Hierbei sind die Richtlinien einiger Bundesländer lockerer als für die Restaurants. Somit sollte, wenn Rauch unerwünscht ist, genau hingesehen werden. Spätestens beim Eintritt lässt sich dies schnell feststellen.

Kinderfreies Restaurant

Seit wenigen Wochen gibt es eine weitere Einschränkung. Diese wurde jedoch nicht seitens der Bundesregierung vorgenommen, sondern ist einzig die Entscheidung des Wirts. Auf einem Schild vor dem Eingangsbereich wird darauf hingewiesen, dass Kinder in den Räumlichkeiten nicht erwünscht sind. Dieses Restaurant befindet sich auf der Insel Rügen im Ort Binz. Das Gasthaus öffnet erst ab 17 Uhr. Als etwas irritierend kann der Name des Restaurants betrachtet werden, da sich dieses „Oma’s Küche“ nennt. Diese neue Regelung gilt für die Räumlichkeiten seit dem 13. August 2018. Der Eintritt ist erst ab 14 Jahren gestattet. Der Wirt erhofft sich dadurch mehr Ruhe für die anderen Gäste. Die Stellungnahme des Wirts ist bisher sehr kurz gehalten. Es ist davon auszugehen, dass diese Entscheidung aufgrund zahlreicher negativer Erfahrungen getroffen wurde. Die fehlende Erziehung und die Tatsache, dass Eltern ihre Kindern in den jeweiligen Situationen nicht zurechtweisen, bringt Unruhe für die anderen Gäste und das Personal. Das Schild vor der Eingangstüre weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Regelung erst am Abend gilt und zum Mittagstisch wie gewohnt Kinder willkommen sind.

Unterschiedliche Reaktionen

Auf die Schilder und die tatsächliche Umsetzung des kinderfreien Restaurants kamen sehr unterschiedliche Reaktionen. Während Menschen, die in den entsprechenden Branchen tätig sind, voll und ganz Verständnis haben, lässt sich dies über den Großteil der Bevölkerung nicht zu. Daher ist es in sozialen Netzwerken zu Drohungen und zahlreichen Beschimpfungen gekommen. Auf persönlichem Wege sind es vor allem Respekt und Anerkennung für diesen Schritt. Ungefähr 98 Prozent könnten den Schritt verstehen und unterstützen diese Entscheidung. Erst bei genauem Hinsehen sind die Drohungen zu vernehmen, die teilweise sogar als Morddrohungen zu verstehen sind. Eine Einschränkung der Bevölkerung stellt diese Entscheidung in keinem Fall dar, da sich dies ausschließlich auf den Abend bezieht und andere Restaurants in der Umgebung besucht werden könnten. Das meiste Verständnis kommt von Menschen, die aktuell oder in der Vergangenheit als Lehrer, Erzieher, im Gaststättengewerbe oder im Hotel tätig waren.

Entscheidung beim Hausherrn

Wie auch in den privaten Wohnungen, liegt die Entscheidung wer und wann das Haus beziehungsweise das Restaurant betritt, beim Hausherrn oder Wirt. Somit steht es jedem frei, sich für solche oder ähnliche Maßnahmen zu entscheiden. Ebenso kann der Wirt jeden Menschen, der sich seiner Meinung nach unangemessen benimmt, den Räumlichkeiten verwiesen werden. Entscheidend ist nur, dass die Gesetze eingehalten werden. Dies bezieht sich unter anderem auf das Rauchverbot. Weitere Gesetze, insbesondere das Jugendschutzgesetz, trifft in Gaststätten zu. So darf keinen Jugendlichen unter 16 beziehungsweise 18 Jahren Alkohol ausgeschenkt werden. Weitere Richtlinien entstehen seitens des Bundes nicht.

Nachahmung nicht ausgeschlossen

Nachdem hier die Reaktionen überwiegend positiv sind und der Wirt nach den ersten zwei Wochen das Verbot aufrechterhalten will, muss mit Nachahmern gerechnet werden. Ob eine solche Umsetzung sinnvoll ist, sollten die Wirte im Einzelfall genau unter die Lupe genommen werden. Je mehr Kinder und Familien zu den Gästen gehören, desto mehr Abstand sollte von dieser Idee genommen werden. Besteht jedoch ein Großteil der Gäste aus Geschäftskunden oder anderweitig eleganten Menschen, die sich in Ruhe unterhalten möchten, bietet sich diese Idee durchaus an. So können auch anderen Ideen mit einem ähnlichen Grundsatz umgesetzt werden. Dies bezieht sich beispielsweise auf Hunde, die nicht in jedem Gasthaus gerne gesehen werden.

Bundesregierung bislang ohne Kommentar

Solange es sich um eine Ausnahme handelt, ist davon auszugehen, dass die Bundesregierung oder die Landesregierung keine Kommentare macht. Anders wird es allerdings sein, wenn die Zahl der kinderfreien Restaurants ansteigt, da sich mehrere Wirte an diesem Vorreiter orientieren werden. Letztendlich sind sich die Politiker darüber im Klaren, dass sich die Zahl der Restaurants mit dieser Regelung in Grenzen halten wird. Zudem besteht das Hausrecht bei den Wirten, wodurch die Politik hierbei nicht eingreifen kann. Es wird weder die Gesundheit der anderen gefährdet, noch in die Persönlichkeit eingegriffen. Die Wirte müssen sich letztendlich selbst darüber im Klaren sein, dass die Kinder von heute die Gäste von morgen werden. Somit kann es sich über Jahre hinweg zu einer negativen Veränderung hin entwickeln. Da sich immer mehr Menschen spät oder gar nicht für Nachwuchs entscheiden, muss diese Entwicklung nicht spürbar sein. Bis die heutigen Kinder selbst Familien haben, vergehen viele Jahren. In dieser langen Zeit kann das Verbot längst wieder hinfällig sein.

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