Werden die Lebenshaltungskosten weiter steigen? – Worauf sollten Verbraucher achten?

Epoch Times9. Juli 2019 Aktualisiert: 9. Juli 2019 15:56
Gestiegene Lebenshaltungskosten sind häufig ein Thema, über das in den Medien berichtet wird. Die Frage, wie teuer das Leben zukünftig werden kann, steht dabei derzeit im Fokus.

Haushaltstipps mit Sparpotenzial

Die häufigsten Energiequellen im Haushalt sind Strom, Öl und Gas. Die meisten deutschen Haushalte heizen mit Gas. Dabei sind Heizwärme und Warmwasserbereitung für 99 Prozent des Erdgasverbrauchs und der Energiekosten verantwortlich. Regelmäßige Erhöhungen der Gaskosten belasten das Haushaltsbudget erheblich. Tipps zum Sparen von Gas könnten vielen Verbrauchern helfen, ihren Gasverbrauch zu reduzieren und unnötige Kosten einzusparen. Experten empfehlen, die Heizthermostate so einzustellen, dass keine Wärme verschwendet wird. Alle Räume, die nicht regelmäßig benutzt werden, wie Gästezimmer oder Hobbykeller müssen nicht ganztägig beheizt werden. Die optimale Raumtemperatur in den Wohnräumen liegt zwischen 18 und 21 Grad. Um eine Erhöhung des Energieverbrauchs zu vermeiden, sollte auf ständiges Ein- und Ausschalten der Heizung verzichtet werden. Bei Abwesenheit der Bewohner empfiehlt es sich, die Heizgeräte auf die niedrigste Stufe einzustellen. Durch gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Wenn die Räumlichkeiten zu stark auskühlen, dauert es anschließend länger, bis diese wieder aufgeheizt sind.

Vor Beginn der Heizsaison sollten alle Heizkörper entlüftet werden, da sich in den heizungsfreien Monaten oft Luft in der Anlage sammelt, sodass das Heizwasser nicht mehr optimal zirkuliert. Um Gas zu sparen und einen Wärmestau zu vermeiden, sollten die Heizkörper stets frei geräumt werden. Die Wärmefühler des Heizthermostats dürfen nicht verdeckt sein, da diese Sensoren die Umgebungstemperatur messen und diese mit der eingestellten Heizstufe abgleichen. Es wird empfohlen, zu Beginn der Heizperiode alle Heizkörper sorgfältig zu säubern und zu entstauben. Um die Heizkosten nachhaltig zu reduzieren, kann ein Versorgerwechsel angebracht sein. Bei einem Gasvergleich auf einem unabhängigen Vergleichsportal können mithilfe eines Tarifrechners unterschiedliche Gastarife verschiedener Gasanbieter miteinander verglichen werden. Wer Heizkosten sparen möchte, sollte dauergekippte Fenster während der Heizperiode vermeiden.

Energieeffizient Kochen und Braten

Viel effizienter ist mehrmals tägliches Stoßlüften. Dabei werden die Fenster für circa 5 bis 10 Minuten vollständig geöffnet, damit ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann. Punktgenaues Heizen trägt ebenfalls zur Senkung des Gasverbrauchs bei. Mit jedem Grad Raumtemperatur, das beim Beheizen der Wohnräume eingespart wird, lässt sich die Gasrechnung um circa 6 Prozent reduzieren. Mithilfe der Thermostatventile kann die Heiztemperatur automatisch gradgenau eingestellt werden. In der Küche wird durch den Einsatz eines Gasherds ebenfalls viel Energie gespart. Obwohl ein Gasofen verglichen mit dem Elektroherd in der Neuanschaffung teurer ist, erweist sich das Gerät im Verbrauch als wesentlich effizienter. Beim Gasherd gibt es keine energieverbrauchende Vorheizzeiten. Darüber hinaus lässt sich die Hitze bei Gasöfen genauer dosieren als bei Elektroherden. Beim Kochen und Braten sollte darauf geachtet werden, dass Töpfe und Pfannen mit einem Deckel versehen werden und jeweils die gesamte Herdplatte bedecken.

Mit der Verwendung von Kochgeschirr mit guter Wärmeübertragung oder Druck-Kochtöpfen können beim Kochen bis zu 50 Prozent der Energie gespart werden. Das Backrohr muss nur dann vorgeheizt werden, wenn gemäß dem Kochrezept notwendig ist. Die Restwärme lässt sich ebenfalls nutzen, wenn das Rohr ein paar Minuten vor Ende der Garzeit ausgeschaltet wird. Wassersparen beim Waschen, Duschen und Baden ist umweltfreundlich und kann zur Minimierung der Gaskosten beitragen. Grundsätzlich kann Wasser durch Gas schneller erhitzt werden als durch Strom, sodass innerhalb kürzester Zeit Warmwasser zur Verfügung steht. Dennoch sollte auf zu häufiges Baden bei höheren Wassertemperaturen verzichtet werden. Bei einem Vollbad wird circa dreimal so viel Energie verbraucht wie beim Duschen.

Umweltschonende Alternativen im Haushalt

Auch das Duschen bietet noch Sparpotenzial, denn wenn die Duschzeit nur um drei Minuten reduziert wird, kann der Energieverbrauch weiter gesenkt werden. Der Einsatz von Sparköpfen lohnt sich auch finanziell. Sparduschköpfe mischen Wasser Luftblasen bei, sodass circa 50 Prozent des Wassers gespart wird, ohne einen Unterschied beim Duschen zu spüren. Eine sinnvolle Sparmaßnahme ist die Verwendung von Ein-Hand-Mischbatterien, da bei getrennten Hebeln für Kalt- und Warmwasser das Einstellen der Temperaturen länger dauert. Durch laufendes Wasser während dem Einseifen oder Zähneputzen geht viel Energie verloren. Deshalb sollte das Wasser während dieser Vorgänge einfach abgestellt werden.

Zum Händewaschen ist kaltes Wasser ideal, da warmes Wasser die Haut wesentlich mehr strapaziert. In puncto Gründlichkeit ist Seife erheblich wichtiger als die Wassertemperatur. Auch bei der Berücksichtigung hygienischer Gesichtspunkte ist klar, dass die Wäsche nicht unbedingt bei hohen Gradzahlen gewaschen werden muss. Oberbekleidung, Hemden, Blusen und T-Shirts werden auch bei Waschtemperaturen von 30 oder 40 Grad sauber. In den meisten Fällen ist auch der Vorwaschgang eigentlich nicht notwendig, sodass die Energiekosten beim Waschen durchaus um bis zu 40 Prozent gesenkt werden können. Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine sollten idealerweise an die Warmwasserversorgung der Heizungsanlage angeschlossen werden. Dadurch können jährlich rund 20 Prozent Energiekosten eingespart werden. Wenn die Geschirrspülmaschine eingesetzt wird, müssen Teller und Tassen nicht vorgespült werden. Es genügt, vor dem Spülen die Essensreste zu entfernen. Beim Abwaschen per Hand sollte das Geschirr nicht unter fließendem Wasser, sondern im Becken gespült werden. Eine gute Isolierung von Fenstern und Türen ist Voraussetzung, wenn der Energieverbrauch langfristig reduziert werden soll. Bei geschlossenen Rollläden wird der Wärmeverlust über die Fenster um circa 30 Prozent gesenkt. Undichte Fensterrahmen können auch mit Klebebändern isoliert werden. Zur Isolierung von Balkontüren und Wohnungseingangstüren eignen sich Dichtungsbänder, die vor unangenehmen Luftzug schützen.

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