Warum die Profit-Blase der Fed platzen wird

Epoch Times31. Mai 2014 Aktualisiert: 31. Mai 2014 8:45

„Der Markt ist eine Blase – nicht nur Aktien und Immobilien, es ist eine breite Schneise von Vermögenswerten, Regierungsanleihen, Unternehmenskrediten und Aktien.

Das ist kein gewöhnlicher Konjunkturzyklus und keine gewöhnliche Hausse. Die Federal Reserve und die anderen großen Notenbanken haben die größte Flut an billigem Geld in der Geschichte der Menschheit in Gang gesetzt.“

Mit dieser Feststellung begann Anthony Mirhaydari, Finanz-Kolumnist und Blogger für MSN Money am 30. Mai einen engagierten Artikel über die augenblickliche Finanzmarktsituation.

Und er analysiert – nicht zum ersten Mal – die Welt-Situation, indem er feststellt, dass die Chinesen sich mit Kredit vollgefressen und den Ausbau der Aktiva ihrer Banken auf das gleiche Niveau gebracht hätten, wie das des US-Bankensystems. Die Europäer hätten ihre Leute wieder davon überzeugt, Geld nach Griechenland zu leihen, dessen Arbeitslosenrate noch immer 30 Prozent beträgt, und einfach einen Haufen Anti-Euro-Eiferer gewählt. Und die Japaner setzten ihren Kabuki-Tanz am Rande der Staats-Insolvenz fort. 

Und obwohl die Fed in Amerika alles tun würde, um die Aktienkurse aufzublasen, was die Lücke zwischen Arm und Reich weiter vergrößern würde, sieht er Anzeichen dafür, dass dieses Spiel in seine letzte Phase eingetreten sei.

In den USA habe die Fed, mit einer Geldbasis von 850 Milliarden Dollar vor der Finanzkrise und 4 Billionen heute, die Zinsen so weit runtergedrückt, dass ein Kapitalfluss von Staatsanleihen zu Unternehmensanleihen die Folge war, die wiederum über Aktienrückläufe in Unternehmensaktien fließen.

Zwar gäbe es nur eine marginale wirtschaftliche Erholung, aber gewaltige Sprünge bei den Unternehmensgewinnen. Dies scheint durch eine Erholung der Umsätze vor allem aus Schwellenländern wie China angetrieben zu sein, die eine Flut kreditfinanzierten Wachstums entfesselten. Dann jedoch kamen tiefe Kostensenkungen, Entlassungen und stagnierende Löhne.

[–Die falsche Gewinn-Blase der Fed wird platzen–]

Das billige Kreditgeld wurde von Unternehmen in eigene Aktien geschleust, was einen bedenklichen Anstieg der Nettoverschuldung auslöste. Irgendwann sind die Bilanztricks und Börsenspiele so weit von der Realwirtschaft entfernt, dass die gesamte Blase platzen wird.  

Dazu stellt Anthony Mirhaydari fest: „So wird die falsche Gewinn-Blase der Fed ein Ende finden, weil ihre Macher nicht mehr nachhaltig agieren. Wenn die Zinsen weiter steigen, wird sich das Problem verschlimmern, wenn die Inflation losgeht, wird es noch schlimmer, wenn Gewinne sinken, noch schlimmer, wenn sich Bonität verkleinert, noch schlimmer, wenn die Investoren schließlich hinter die Kulissen schauen, noch schlimmer.“

Mit der Verschärfung des Arbeitsmarkts baut sich der Lohndruck weiter auf. Der Welthandel verlangsamt sich inmitten regionaler Gebietskonflikte, einem wachsenden Währungskrieg und Chinas Kreditüberhang. Und die Fremdkapitalkosten sind gefährdet, da die Fed noch dieses Jahr ihre langfristigen Anleihen, als Kauf Reiz, beenden wird und seine kurzfristigen Zinssätze irgendwann im Jahr 2015 erhöht.

Und als Schlussfolgerung: „Wenn der Brennstoff für die oben beschriebene Schulden / Gewinn Dynamik ausgeht, wird das Gewinnwachstum – die so genannte Muttermilch der Börse – stagnieren und geringer werden. Die von der Fed sorgfältig konstruierte, aber letztlich nicht nachhaltige Vermögenspreisblase wird platzen.“  (Quelle cbsnews)

Warnung der EZB

Bestätigung für eine riskante Situation der Finanzmärkte kam von der EZB aus Europa. Kapitalanleger und hier nicht zuletzt die Banken sollten die „Möglichkeit eines scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“ einkalkulieren, sich dieser Risiken bewusst sein und sich schützen, sagte der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Viktor Constancio, anlässlich der Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB), laut FAZ vom 29.  Mai. Die gute Stimmung an den Aktienmärkten kann täuschen. (ls)

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